• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • LocaFox
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Freund darf jetzt im Bett schlafen

25.01.2011
NWZonline.de NWZonline 2015-07-29T16:56:01Z 280 158

Stadthalle:
Freund darf jetzt im Bett schlafen

CLOPPENBURG Es ist die Mischung aus Slapstick und Lehrreichem, die bei den Hundebesitzern ankommt. Lauthals loslachen mussten die 300 Besucher der Präsentation „Menschen an der Leine“ am Sonntag in der Cloppenburger Stadthalle, als Hundetrainer Holger Schüler Hund und Herrchen parodierte. Dabei hat sich sicher der eine oder andere wiedererkannt: Ob am Ende der Leine eines ziehenden, kläffenden Wadenbeißers oder als Jogger, auf dessen Unterschenkel der Kläffer es abgesehen hat.

Um solche und andere Erziehungsprobleme ging es in der Show des „Hunde-Erziehungsberaters“ aus Worms. „Viele Probleme sind hausgemacht“, erklärte Schüler und bot den Cloppenburgern an, gemeinsam etwas zu erarbeiten. Dabei halfen ihm seine Bernersennen-Hündin „Siska“ und der siebenjährige Retriever „Falk“.

Eindrucksvoll demonstrierte Schüler mit ihnen, dass es mehr auf die Gestik ankomme als auf die knappen Worte. Um Aufmerksamkeit bei seinem Hund zu erlangen, müsse man nicht rumbrüllen. An sechs Punkten machte Schüler seine Methode fest, um die Kommunikation mit dem geliebten Vierbeiner freudig zu gestalten: Bindung, Konsequenz, Aufmerksamkeit, Kommunikation, Aktion/Reaktion und Spaß.

Wer seinen vierpfotigen Freund richtig erziehen wolle, müsse bei seinem eigenen Verhalten anfangen und konsequent sein. Der Hund mache nur das, was ihm der Mensch signalisiere. „Komm her“ rufen und selber auf den Hund zugehen, sei der verkehrte Weg. „Sie können nicht erwarten, dass der Hund das versteht“, sagte der Hundetrainer. Denn eigentlich sollte er sich ja bewegen.

Aufgeräumt hat Schüler auch mit dem Vorurteil, dass der Hund nicht aufs Sofa oder ins Bett dürfe, „weil er dann dominant wird“. So berichtete Schüler von einem Mann, der drei Wochen lang auf dem Sofa schlafen musste, weil der Hund seiner Freundin ihn aus dem Schlafzimmer verscheuchte. In diesem Fall gab es Tipps für alle drei Beteiligten: Der Hund musste lernen, dass eine Hundebox eine gute Sache sein kann, Frauchen, dass der Vierbeiner nicht alle Rechte hat und der Freund, dass er sehr wohl im Bett schlafen kann. Das Foto eines Babys war der Beweis, dass die Tipps gefruchtet haben.