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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Einwohnerzahl im Landkreis steigt

11.10.2019

Friesoythe /Cloppenburg Zwölf der 13 Kommunen im Kreis Cloppenburg haben erneut zum Teil deutliche Zuwächse bei den Einwohnerzahlen. Alle sind im Plus. Nur eine nicht: Die Stadt Friesoythe meldet ein Minus.

Die jetzt vom Landesamt für Statistik veröffentlichten Einwohnerzahlen zum 30. Juni sind für Kommunen wichtig. Sie entscheiden vor allem über die Höhe der Schlüsselzuweisungen, die in einem Monat bekannt gegeben werden. Besoldung und Zahl der Ratsmitglieder hängen auch von diesen Werten ab.

Genau 171 452 Einwohner hat der Kreis Cloppenburg jetzt. Am Jahresende 2018 waren es 169 348, also ein Plus von 2104 Personen. Deutlich über dem Schnitt liegt – wie in jedem Jahr – Cappeln mit einem Zuwachs um 1176 auf 8280 Einwohner – und das in einem halben Jahr. Die vielen osteuropäischen Erntehelfer auf den Gemüse- und Spargelfeldern könnten hier eine Erklärung für den sprunghaften Anstieg sein.

Barßel wuchs um 74 und kommt damit mit jetzt 13 020 Einwohnern Löningen (13 479/+38) immer näher. Saterland (+80) liegt mit 13 725 knapp vor diesen beiden Orten. In Bösel leben 8124 Einwohner (+108). Garrel wuchs um 92 auf 15 140.

Deutlicher ist das Plus in Cloppenburg (+262/35 175) und in Molbergen (+157/8884). Auch Essen konnte zulegen (+106/9164). Ein geringes Wachstum im ersten Halbjahr verzeichnen auch Emstek (12 119, +92), Lastrup (6973, +3) und Lindern (4864, +41).

Die einzige Kommune im Landkreis, in der die Einwohnerzahl zurückging, ist Friesoythe. Es ist zwar nur ein geringes Minus, im Vergleich zu den anderen zwölf Kommunen aber auffällig. Mit jetzt 22 413 Einwohnern wohnen in Friesoythe 43 Einwohner weniger als noch zum Jahreswechsel.

Landkreisweit betrachtet bedeutet dieser enorme Einwohnerzuwachs eine Besserstellung bei den Schlüsselzuweisungen durch das Land Niedersachsen in Höhe von rund zwei Millionen Euro. Die genauen Zahlen gibt es Mitte November.

Der Kreis Vechta legte um rund tausend Einwohner auf 142 592 zu. Visbek und Goldenstedt kratzen mit 9950 und 9945 an der 10 000-Einwohner-Grenze. Da ist ein Blick fünfzig Jahre zurück sehr interessant. Als 1969 ein Gutachten zur Gebietsreform veröffentlicht wurde, hatten die Politiker in Vechta Angst vor der Auflösung des 813 Quadratkilometer großen Kreises. 150 000 Einwohner waren zuerst gefordert, Vechta kam damals aber nur auf 89 000 und Cloppenburg auf 105 000. Der Kreis „Oldenburger Münsterland“ schien die Lösung.

Doch von dieser großen Reform blieben nur Kleinigkeiten über: Die Ortschaft Hengelage wurde an den Kreis Osnabrück abgetreten, das Moordorf Idafehn an Leer, während zugleich drei ehemalige Gemeinden aus dem Emsland – Gehlenberg, Neuvrees und Wachtum – den Kreis Cloppenburg vergrößerten.

Seither wuchs die Einwohnerzahl in beiden Landkreisen um mehr als 60 Prozent, auf jetzt zusammen 314 043 Einwohner. In Cloppenburg und im Emsland lässt sich der Trend der 90er Jahre auch durch den Aussiedler-Zuzug erklären, im Kreis Vechta legten Zuzüge wegen des Wirtschaftswachstums und Geburtenüberschüsse den Grundstein für noch deutlichere Zuwächse.

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