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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Elf Millionen Euro Schulden: Was genau ist eigentlich die Wibef?

14.12.2019

Friesoythe 36,6 Millionen Euro – So groß ist der Schuldenberg, der auf der Stadt Friesoythe lastet. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hat die Wirtschaftsbetriebe Stadt Friesoythe GmbH, kurz: Wibef. Auf der 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Stadt Friesoythe lasten Schulden in Höhe von elf Millionen Euro, die komplett in die Verbindlichkeiten der Kommune einfließen. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter der Wibef? Hier ein Überblick.

Die Gründung

Vorgängerin der Wibef war die Friesoyther Stadtentwicklung GmbH (Frieseg). Sie wurde 2002 gegründet. Alleinige Gesellschafterin ist die Stadt Friesoythe. 2014 wurde das Unternehmen umfirmiert in Wirtschaftsbetriebe Stadt Friesoythe GmbH. Die Geschäftsführung lag von 2002 bis 2015 in den Händen vom damaligen Ersten Stadtrat Dirk Vorlauf, seit vier Jahren ist die Erste Stadträtin Heidrun Hamjediers Geschäftsführerin. Aufsichtsratsvorsitzender ist der CDU-Ratsherr Frank Böckmann.

Der Zweck

Die Gesellschaft kann im Auftrage der Stadt Friesoythe im Bereich der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus, der Dorf- und Stadterneuerung sowie im Bereich der Infrastruktur und des Fremdenverkehrs anfallende Aufgaben übernehmen und eigene bauliche Maßnahmen im Hochbau und Tiefbaubereich durchführen.

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Das gehört zur Wibef

Als erste Maßnahme ließ die Stadt Anfang 2000 über die Frieseg einen Rathausanbau errichten und alte Gebäudeteile sanieren. Die Rathäuser am Stadtpark und Stadtmitte gehören als sogenannte Liegenschaften zur Gesellschaft und sind an die Stadt Friesoythe vermietet. Außerdem hat die Gesellschaft 2010 und 2011 mehrere Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden errichtet. Auch eine 6,3-Millionen-Euro-Beteiligung an der Kommunalen Netzbeteiligung Nordwest (KNN) ist dort angesiedelt. Seit 2014 ist die Wibef auch Betreiberin des Schwimmbades Aquaferrum.

Die Bilanz

Der letzte geprüfte Bilanz ist der Jahresabschluss 2017. Dieser weist Schulden in Höhe von 11,2 Millionen Euro aus. In dem Jahr wurden vor allem durch den Schwimmbadbetrieb Verluste in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro gemacht. Die Stadt Friesoythe hat sich verpflichtet, jährlich maximal eine Million Euro als Verlustausgleich an die Wibef zu zahlen, sodass die Bilanz der Gesellschaft nicht belastet wird, wohl aber der städtische Haushalt.

Die Kritik

Die SPD-Fraktion hatte schon bei der Gründung der Frieseg von einem „Schattenhaushalt“ der Stadt Friesoythe gesprochen, mit dem Ziel, den städtischen Haushalt nicht direkt zu belasten. Ende 2018 stellte die SPD den Antrag, die Wibef aufzulösen.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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