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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Grippewelle hält Krankenhäuser auf Trab

17.03.2018

Friesoythe Die Grippeviren zeigen sich in diesem Frühjahr im Nordwesten hartnäckiger als normalerweise üblich – beispielsweise in Friesoythe. An zahlreichen Schulen im Stadtgebiet hätten mehrere Klassen problemlos zusammengelegt werden können, weil so viele Schüler krankheitsbedingt fehlten. Mittlerweile scheint an den Schulen das Schlimmste überwunden zu sein. Ganz anders sieht es dagegen beim Friesoyther St.-Marien-Hospital aus. „Wir haben eine stark erhöhte Belegung“, bestätigt Mechthild Schade, Pflegedienstleiterin im Hospital. In umliegenden Krankenhäusern sieht es nicht anders aus. Eine Situation, die auf die aktuelle Grippewelle zurückzuführen ist.

Warum gibt es so viele Grippe-Erkrankungen?

Zum großen Teil sind die sogenannten Influenza B-Viren daran Schuld. Dieser Virentyp ist für die meisten Erkrankungen in Deutschland verantwortlich. Davon zeigten sich die Impfstoffentwickler überrascht. So schützt nur der aktuelle Vierfach-Impfstoff gegen den Erregertyp, nicht aber der zumeist eingesetzte Dreifach-Impfstoff.

Wie konnte das passieren?

Bei der Impfstoffentwicklung werde geschaut, welche Viren vor einem halben Jahr auf anderen Kontinenten unterwegs gewesen seien, erklärt Sonja Schröder, Hygienefachkraft im St.-Marien-Hospital. Diese Viren können sich jedoch schon verändert haben, bis sie dann schließlich Deutschland erreicht haben. „Es ist nur eine Voraussage“, so Schröder.

Dazu kommt eben, dass in dieser Region normalerweise andere Virentypen, wie zum Beispiel die Noroviren, viel häufiger auftreten. In diesem Jahr ist dies jedoch nicht der Fall.

Ist eine Impfung dennoch zu empfehlen?

„Eine Grippeimpfung macht Sinn, gerade für ältere Personen, chronisch Kranke oder Krankenhauspersonal“, sagt Schröder. Schließlich schützt die Impfung immer noch vor den meisten Erregern. Um das Risiko einer Erkrankung so gering wie möglich zu halten, helfen neben der Impfung auch einige Alltagsregeln. Vor allem das regelmäßige Desinfizieren der Hände. Gerade im Krankenhaus ist die Desinfektion das oberste Gebot, um weitere Erkrankungen zu vermeiden. Zudem sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.

Was hilft, wenn man bereits erkrankt ist?

Vor allem braucht der Körper dann Ruhe. Daher sollte jeder Erkrankte die eigenen vier Wände nicht verlassen. Eine gesunde, vitaminhaltige Ernährung hilft ebenfalls. Die beliebte heiße Zitrone jedoch nicht unbedingt. „Bei der hohen Temperatur des Wassers zerfallen die meisten Vitamine bereits“, weiß Sonja Schröder. Besser sei, Zitronensaft pur zu trinken oder in kälteres Wasser zu mischen. Bei schweren Erkrankungen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Wie lange dauert die Grippewelle noch an?

„Vermutlich flaut sie im April oder Mai ab. Im Moment werden die Krankenzahlen nicht geringer“, sagt Mechthild Schade. So sieht es im ganzen Nordwesten aus.

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