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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Zu wenig Unfälle auf diesem Flickenteppich

15.03.2019

Friesoythe /Kampe Wenn man von Friesoythe aus nach Kampe, Harkebrügge oder Barßel fahren möchte, führt kein Weg an ihr vorbei – der Barßeler Straße. Doch in den vergangenen Jahren hat sich der Zustand der Landesstraße immer weiter verschlechtert. Gerade am Ortsausgang von Friesoythe sieht die Straße aus wie ein zerrissener Flickenteppich. Dazu kommen etliche Schlaglöcher im Randbereich der Straße, Spurrillen und zahlreiche Höhenunterschiede. „Auch mir ist der unbefriedigende Unterhaltungszustand der Landesstraße 832 bekannt, da das Land Niedersachsen regelmäßig Zustandserfassungen durchführt“, sagt Klaus Haberland, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Wenn der Behörde also der schlechte Zustand der Straße bekannt ist, wann wird dann gehandelt?

In diesem Jahr nicht mehr. Denn: die Barßeler Straße ist keine sogenannte „Unfalllinie mehr“. Das war vor ein paar Jahren, genauer gesagt 2015, noch anders. „Da seitens der Verkehrsunfallkommission im Jahre 2015 eine Unfalllinie zwischen Friesoythe und Kampe festgestellt worden war, liefen hier bereits seit 2016 konkrete Planungen mit dem Ziel einer Baudurchführung im Jahr 2019. Da Unfallhäufungsstellen oder Unfalllinien vorrangig mit Haushaltsmitteln bedient werden, war diese Einschätzung damals auch realistisch“, sagt Haberland auf Nachfrage der NWZ.

Doch die Unfallzahlen gingen stark zurück. „Im letzten Jahr hat nun die Verkehrsunfallkommission aufgrund der aktuellen Unfallstatistik festgestellt, dass es diese Unfalllinie auf der Landesstraße 832 nicht mehr gibt. Somit muss sich die Straße nun in die Reihe der sonstigen Erhaltungsmaßnahmen einreihen. Da die Prioritäten hier bereits bei anderen Landesstraßen lagen, ist eine Realisierung im Jahr 2019 nicht mehr möglich“, so Haberland weiter. Im Jahr 2017 gab es als Beispiel sechs Unfälle mit Personenschaden auf der Barßeler Straße.

Dabei ist das Teilstück am Friesoyther Ortsausgang nicht einmal die Spitze des Eisbergs. In Kampe, nördlich des Küstenkanals, ist die Barßeler Straße in einem noch schlechteren Zustand. Große Bodenwellen haben sich im Bereich einer Linkskurve aufgetan – und das nicht zum ersten Mal. „Hier ist nichttragfähiger Untergrund (Moor) die Ursache. Bis hier eine kostspielige grundhafte Erneuerung möglich ist, können nur Schadstellenausbesserungen durchgeführt werden“, so Haberland. Da die Bodenwellen mittlerweile recht tief sind, ist in dem Bereich nur noch eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h erlaubt.

In welchem Jahr die Sanierung der Straße erfolgen kann, hängt von den landesweiten Erhaltungsmitteln ab. Das Land hat die Mittel für die Straßenerhaltung erstmalig 2019 um 30 Millionen Euro auf 115 Millionen erhöht.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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