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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Getreideernte In Friesoythe: Landwirte fürchten schlechte Maisernte

18.08.2020

Friesoythe In diesen Tagen haben die Landwirte die Getreidefelder abgemäht und teilweise schon wieder neu bestellt. Auf seinen eigenen Feldern hat Thomas König, Vorsitzender des Landvolkes Friesoythe, knapp 70 Doppelzentner Weizen pro Hektar geerntet. „Das war dieses Jahr ein ganz ordentlicher Ertrag“, sagt König. „Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden.“ Das liege aber auch daran, dass der Boden, auf dem sein Weizen gestanden hat, „nicht der allerschlechteste“ sei.

Dr. Josef Kuhlmann, Leiter der Fachgruppe Pflanzen der Landwirtschaftskammer in Cloppenburg, bestätigt: Insgesamt sei es ein durchschnittliches Erntejahr für Roggen, Weizen und Triticale.

Es gebe jedoch starke Schwankungen von Feld zu Feld. Jeder Landwirt wisse, welches seiner Felder was leisten könne, erläutert Landwirt König. „Man kennt seinen Boden ja: Wenn alles ideal läuft an meinem Standort, wären 85   Doppelzentner schon super. An anderen Standorten ist man mit 85 noch nicht zufrieden.“ So gebe es Gegenden um Emstek, da „sitzt mehr drin“ – bis zu 100 Doppelzentner pro Hektar.

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Starker Kälteeinbruch

Durch starken Frost am 15.   Mai hat die Wintergerste Schaden genommen, berichtet Pflanzenexperte Kuhlmann. Die massive Kälte habe sie genau in der Phase der Ährenbildung getroffen. Zwar kämen die Eisheiligen, also ein Kälteeinbruch im Mai, zuverlässig. Normal seien indes -2 oder -3 Grad Celsius. Damit kämen die jungen Pflanzen zurecht. Aber Temperaturen von -8 oder -9 Grad Celsius in den Moorgebieten, wie dieses Jahr – das sei außergewöhnlich.

Gar nicht mehr ungewöhnlich seien die in den vergangenen Jahrzehnten immer häufiger auftretenden trockenen, sehr heißen Sommer, sagt Kuhlmann. Sie seien ein Zeichen für einen Klimawandel. „700 bis 800 Liter Regen pro Jahr – das hat in der Vergangenheit gut ausgereicht. Die lange Trockenheit kannten wir früher nicht“, sagt Kuhlmann.

Speicherfähigkeit

Hier zeige sich zusätzlich, wie wichtig die Bodenqualität sei. So profitiere der Weizen natürlich davon, dass der Grundwasserspiegel im Nordkreis vergleichsweise hoch liege. Aber Böden mit hohem Humus-, oder Lehmanteil seien zudem besser in der Lage Wasser und Nährstoffe zu speichern. Auch er verweist auf die vergleichsweise guten Lagen im Raum Emstek. Leichte Sandböden wie bei Thülsfelde seien indes überhaupt nicht geeignet für Weizen, weil sie die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe nicht hätten. „Viele Landwirte denken über Bewässerung nach“, berichtet Kuhlmann. Doch auch dieser sei ja Grenzen gesetzt.

Eva Dahlmann-Aulike Friesoythe / Redaktion Münsterland
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