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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

„Eisenstadt“ steht auf dem Prüfstand

05.09.2018

Friesoythe Wenn es um Eisenverhüttung geht, denkt man in der Regel zuerst an Bergwerksregionen wie das Ruhrgebiet, aber nicht an eine Stadt, die circa 80 Kilometer Luftlinie von der Nordsee entfernt liegt. Die Stadt Friesoythe nennt sich seit 2010 Eisenstadt. Seit dieser Zeit wirbt man mit diesem Namen. Doch mittlerweile werden im Rathaus Überlegungen darüber angestellt, den Namen „Eisenstadt“ künftig nicht mehr als markantes Profil der Stadt Frie­soythe zu nutzen.

Keinen Hehl macht Bürgermeister Sven Stratmann daraus, dass er eine andere Einstellung zur Positionierung der Stadt hat. Zwar sei es ein Alleinstellungsmerkmal, doch die „Außenorte“ könnten wenig mit der Bezeichnung anfangen. Nun hat der Bürgermeister den Handels- und Gewerbeverein (HGV) Friesoythe schriftlich aufgefordert, eine Stellungnahme abzugeben, ob das Logo „Eisenstadt“ bleiben soll oder nicht.

Darüber war die Kaufmannschaft auf ihrer Versammlung am Montagabend im Burghotel schon ein wenig verwundert. „Die Bezeichnung ist ein Alleinstellungsmerkmal und muss bleiben. Auf dem Briefpapier der Stadt und auf dem Flyer zum Eisenfest finden wir das Logo nicht mehr. Das zeigt, dass man den Namen Eisenstadt nicht mehr will“, meinte die HGV-Vorsitzende Marion Arnkens. „Der Slogan ist ein guter Werbeträger und hat sich bei der Bevölkerung eingeprägt“, sagte Elisabeth Benning. Die Kundschaft würde sich schon mit dem Begriff „Eisenstadt“ identifizieren. „Wir sollten von diesem Motto nicht abweichen. Er ist gut für unser Image“, befand Frank Hanneken. Sein Vorschlag: Den früheren Slogan „Stadt mit Herz und nette Leute“ in den Begriff „Eisenstadt“ einbauen.

Einig waren sich die Kaufleute darüber, dass das Thema „Eisen“ mehr gelebt werden muss und ein entsprechendes Konzept benötigt. Die klare Forderung an die Stadt: Es müsse ein Marketingkonzept erstellt und am Begriff „Eisenstadt“ festgehalten werden.

Ein weiteres Thema war die Innenstadtsanierung Friesoythes und die damit verbundene Gestaltung des Umfeldes der Soeste. Auch hierzu wird der HGV um eine Stellungnahme gebeten. Es geht um die Frage: Soll die Kneipe „Stadtmitte“ abgerissen werden, um dort einen Zugang zur Soeste zu schaffen, oder soll die Schankwirtschaft in die Gestaltung der Sanierung miteinbezogen werden?

Für die 2. HGV-Vorsitzende Silvia Stuke war es keine Frage, die „Stadtmitte“ zu erhalten. Dafür müsse aber das Umfeld neu gestaltet werden. Keinen Sinn in einer geplanten Fluss-Terrasse im Bereich der „Stadtmitte“ sah Petra Wulfers. Eine Sichtbarkeit der Soeste und die Öffnung zum Franziskushaus wünschte sich Dorothea Kuhlmann-Arends im Rahmen der Stadtsanierung. Sie sei für den Erhalt der „Stadtmitte“, allerdings müsse sich dort schon einiges verändern, sonst müsse das Gebäude in der Tat weg, meinte Kuhlmann-Arends unmissverständlich.

Festgelegt wurden auf der Sitzung die verkaufsoffenen Sonntage 2019 in Friesoythe: der 28. April (Maitage-Wochenende), der Erdbeersonntag, 30. Juni, der Eisenfest-Sonntag am 15. September und der Lichtersonntag am 10. November.

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Handels- und Gewerbeverein | Eisenfest

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