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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

344.500 Euro für Sanierung der Burgwiese

13.07.2019

Friesoythe Fußballweltmeister Paul Breitner steht schon drin. Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil und Bischof Dr. Felix Genn auch. Und nun der amtierende niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD). Dieser trug sich am Freitagnachmittag im Rathaus am Stadtpark in das Goldene Buch der Stadt Friesoythe ein.

Das freute Bürgermeister Sven Stratmann sehr. Vielmehr freute sich der Verwaltungschef aber über den Anlass des Besuchs seines Parteifreundes. Der Minister hatte nämlich einen Förderbescheid mitgebracht über 344.500 Euro. Dieses Geld ist für die Sanierung der Burgwiese bestimmt. Das Gelände an der Thüler Straße, direkt an der Soeste, diente bekanntlich damals als Müllhalde. Rund 3200 Tonnen Unrat befinden sich dort heute noch unter der Erde, nach Aussage eines Friesoythers womöglich auch noch eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Das alles muss raus aus dem Erdreich und entsorgt sowie die ein Hektar große Fläche neu hergerichtet werden. Das alles kostet aber auch viel Geld. 530.000 Euro sind dafür veranschlagt. Nur gut, dass es ein Brachflächensanierungsprogramm, eine Maßnahme der EU und der Bundesländer, gibt.

Die Stadt Friesoythe hatte sich um eine Förderung beworben und die Zusage über die Förderhöchstsumme von 65 Prozent erhalten. Die EU zahlt laut Bescheid, den Olaf Lies überreichte, 265.000 Euro und das Land 79.500 Euro.

„Ich bin froh, dass durch diese Fördermaßnahme eine Fläche, die bislang brach lag, saniert und neu genutzt werden kann“, sagte der Umweltminister. Im ganzen Land gebe es viele Stellen, an denen man damals nicht gut mit der Umwelt umgegangen sei. „Das fällt uns jetzt vor die Füße“, so Lies. Er könne den Leuten aber keinen Vorwurf machen, denn Müllplätze wie in Friesoythe seien früher ganz normal gewesen, auch, wenn es heute unvorstellbar sei. „Wir müssen aus diesen Fehlern lernen und bewusster und intelligenter mit der Umwelt umgehen“, sagt der Minister.

Das Geld gab es aber nicht einfach so, denn es gab deutlich mehr Anträge für dieses Programm als Gelder verteilt werden konnten. Die Stadt Friesoythe hatte jedoch für die Fläche ein so gutes Nachnutzungskonzept entwickelt, dass der Antrag beim Land ganz oben auf die Liste kam. Im Zentrum des Konzeptes steht der Bau einer Kindertagesstätte im vorderen Bereich der Fläche und eine multifunktionale Fläche im hinteren Areal. Die Erlebbarkeit von Natur und Umwelt seien dabei zentrale Punkte.

Die Ausschreibung für die Sanierung der Burgwiese wird nächste Woche erfolgen, und die Sanierungsarbeiten könnte Ende August starten. Zwei Monate sind für den Bodenaustausch vorgesehen, sagte Helmut Meiners vom Ingenieurbüro MvK. Begleitet werden die Erdarbeiten von einem Bombensuchdienst.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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