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Eltern müssen Kinder gegen Masern impfen lassen
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Aktualisiert vor 38 Minuten.

Entscheidung Des Bundestages
Eltern müssen Kinder gegen Masern impfen lassen

NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Rehe am häufigsten betroffen

08.10.2019

Friesoythe /Nordkreis Der Herbst hat begonnen. Für einige die goldene Jahreszeit – auf der anderen Seite aber auch die Zeit, in der es vermehrt zu Wildunfällen kommt. Durch die immer kürzer werdenden Tage fallen Dämmerung, in der Reh-, Schwarz- und Dammwild auf Nahrungssuche gehen, mit dem Berufsverkehr zusammen.

Darüber hinaus fehlt den Wildtieren durch die nun stattfindende Maisernte der Rückzugsraum oder sie flüchten vor den Erntemaschinen, erklärt Kreisjägermeister Herbert Pitann. Neben dem Ende des Jahres seien auch der April und Mai – wenn die Rehkitze von ihren Müttern vertrieben werden – sowie der Juli und August – wenn das Rehwild Paarungszeit hat – Zeiträume, in denen die Gefahr von Wildunfällen steigt.

Wie viele Wildunfälle gab es im vergangenen Jahr?

235 Wildunfälle gab es im vergangenen Jahr im Nordkreis, berichtet Uta-Masami Bley von der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta auf Nachfrage unserer Zeitung. Deutschlandweit wurden laut des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rund 268 000 Wildunfälle registriert. Damit sei rechnerisch alle zwei Minuten ein kaskoversicherter Pkw mit einem Wildtier kollidiert, so der GDV. Der Deutsche Jagdverband (DJV) spricht von rund 230 000 Wildunfällen pro Jahr.

Im Gegensatz zu 2017 sind die Unfall-Zahlen deutschlandweit leicht gesunken. Dennoch blieben sie nach dem Rekordjahr weiter auf einem hohen Niveau. Das zeigen auch die Zahlen der bei Unfällen getöteten Wildtiere in und um Friesoythe. Diese seien in den vergangenen Jahren wie im gesamten Landkreis konstant geblieben, berichtet Herbert Pitann.

Welche Wildtiere sind
am häufigsten betroffen
?

Die meisten Rehe, Hirsche und Wildschweine sterben laut Jagdverband im Oktober auf deutschen Straßen. Dies würden Auswertungen des Tierfund-Katasters (siehe Infobox) durch Wissenschaftler der Universität Kiel zeigen. Am häufigsten sei laut Jagdverband dabei Rehwild (191 590) betroffen. Danach folgt Schwarz- (34 550), Damm- (4010) und Rotwild (2920).

Auch in der Stadt Friesoythe waren Rehe am häufigsten Opfer bei Wildunfällen. Die Hegerings-Jäger zählten beim Fallwild 114-mal Reh- sowie jeweils sechsmal Damm- und Schwarzwild, berichtet Herbert Pitann.

Wie können AutofahrerWildunfälle vermeiden?

Nicht nur für die Tiere können Wildunfälle schlimme Folgen haben, sondern auch für die Verkehrsteilnehmer. Seit 1991 wurden deutschlandweit jährlich mehr als 2000 Personen bei Wildunfällen verletzt oder getötet. Der ADAC empfiehlt vorausschauendes Fahren und erhöhtes Gefahrenbewusstsein – insbesondere während der Dämmerung.

Auch Bernhard Kurmann, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Cloppenburg, rät an Gefahrenstellen – in Waldgebieten und an Feldern – bedächtig zu fahren und die Seitenränder im Auge zu behalten. Gerade im Dunkeln leuchteten die Augen der Tiere auf. An den bekannten Wildwechsel-Stellen seien in und um Friesoythe Schilder aufgestellt worden. Hier gelte besondere Vorsicht. Darauf weist auch die Polizei hin.

Um die Zahl der Wildunfälle zu verringern, haben die Jäger im Landkreis darüber hinaus an den Straßenrändern Wildwarnreflektoren angebracht. Sie sollen die Straßenränder verspiegeln und dadurch das Wild vom Überqueren der Straße abhalten, berichtet Pitann.

Was ist nach einem Wildunfall zu beachten?

Sollte ein Zusammenstoß mit einem Wildtier dennoch nicht mehr zu vermeiden sein, sollten Autofahrer nicht waghalsig ausweichen. Ein Zusammenstoß sei meist nicht so gefährlich wie eine Kollision mit dem Gegenverkehr oder einem Straßenbaum. Wenn Wild im Scheinwerfer auftaucht, sollten Verkehrsteilnehmer abbremsen und abblenden.

Nach der Kollision sollte die Unfallstelle abgesichert werden. Das heißt Warnblinklicht einschalten und Warndreieck aufstellen. Wenn keine Personen verletzt wurden, sollte der Förster oder die Polizei angerufen werden. Letztere kenne auch den Revierinhaber, so Kurmann.

Ein verletztes oder getötetes Tier sollte möglichst nicht angefasst werden, raten die Jäger. Das Bergen des Tieres sei Aufgabe des Försters oder Jagdpächters. Der GDV rät darüber hinaus, Fotos vom Unfallort, dem Tier und den Schäden am Fahrzeug zu machen. Zudem sollte man sich vom Förster oder der Polizei eine Wildunfallbescheinigung ausstellen lassen.

Renke Hemken-Wulf Friesoythe / Redaktion Münsterland
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