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Friesoyther verhinderte Sprengung der Soestebrücke

22.10.2019

Friesoythe Wer ist eine große Friesoyther Persönlichkeit? Die Frage stellte die Nordwest-Zeitung ihren NWZ-Lesern. Die Antworten kamen prompt und zahlreich. Dabei geht es um Männer und Frauen aus dem gesamten Stadtgebiet, die entweder hier vor Ort Spuren hinterlassen (haben) oder als Friesoyther außerhalb der Stadtgrenzen besonderes leisten oder geleistet haben. Oder einfach nur durch ihre Art eine besondere Persönlichkeit sind oder waren.

Heinrich Kuhlmann sen.

Zu diesen besonderen Persönlichkeiten zählt Heinrich Kuhlmann sen. (1902 bis 1963). Das sieht zumindest Otger Eismann so, der den Friesoyther vorgeschlagen hat. Konkret geht es um eine Tat von Heinrich Kuhlmann kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges. Die kanadischen Truppen standen bereits vor den Toren der Stadt. Der Besitzer einer Kfz-Werkstatt und einer Tankstelle an der Moorstraße beobachtete deutsche Soldaten dabei, wie sie Sprengladungen an der Soestebrücke in der Innenstadt anbrachten. Die Brücke sollte also gesprengt werden, um die Kanadier auf ihrem Zug Richtung Küstenkanal aufzuhalten.

Den Erinnerungen von Kuhlmanns Ziehtochter Lucia Bösel zufolge hatte der Friesoyther eine Zerstörung der Brücke unter Einsatz seines Lebens verhindert. Er sei durch die Soeste an die von einem deutschen Posten bewachte Brücke herangeschlichen und habe die Zündkabel durchtrennt. Wäre er dabei erwischt worden, wäre er wohl auf der Stelle erschossen worden, schreibt Bösel in einem Erlebnisbericht, der in Band 3 des von Eismann herausgegebenen Buches „Schatztruhe“ erschienen ist.

Heinrich Kuhlmann sen. war gleichzeitig auch Oberbrandmeister in der Stadt. Und als die Zerstörung der Stadt durch die Kanadier unmittelbar bevorstand und die meisten Bewohner bereits aus Friesoythe geflohen waren, so schreibt Lucia Bösel, „verließ Vater Heini die Stadt als Letzter, denn er glaubte, als Oberbrandmeister retten zu müssen, was noch zu retten war. Aber es war vergeblich.“ Aus diesen Schilderungen heraus ist Heinrich Kuhlmann sen. für Otger Eismann eine große Persönlichkeit der Stadt.

Egbert Gerken

Zu diesen zählt auch Egbert Gerken (1940 bis 2018). Vor einigen Tagen wurde der ehemalige Friesoyther im Rahmen dieser Reihe vorgestellt. Ehemalige Mitschüler, die mit ihm in den 1950er Jahren die Friesoyther Mittelschule besucht hatten, schlugen ihn vor. Fast 30 Jahre lang lebte Egbert Gerken bis zu seinem Tod am 21. Dezember 2018 in Washington und kämpfte als führender Mitarbeiter der Weltbank für eine gerechtere Welt.

Den Artikel hatte auch Renate Gerken, die Ehefrau von Egbert Gerken, gelesen und der NWZ-Redaktion beste Wünsche aus Washington zukommen lassen. „Meine Kinder, Enkelkinder und ich haben sich über Egberts Ehrung sehr gefreut“, schrieb sie. Egbert habe für seine Arbeit und Familie gelebt. Der Kampf der Weltbank gegen die Armut sei mit seiner Hilfe einen Schritt weitergekommen. „Er mochte nie im Rampenlicht sein, aber im Stillen hätte auch er sich über den Artikel gefreut“, schrieb Renate Gerken. Eines sei ihr auch ganz wichtig: „Vielen Dank auch an Egberts ehemalige Schulkameraden, die ihn gefunden und als ,besondere Friesoyther Persönlichkeit’ vorgeschlagen haben, ein kleiner Trost in meiner unendlichen Trauer.“ In nächster Zeit werden immer wieder Personen beschrieben, die von NWZ-Lesern vorgeschlagen wurden. Es könne auch weiterhin Vorschläge per Post geschickt oder persönlich vorbeigebracht werden (NWZ Friesoythe, Am Alten Hafen 12, 26169 Friesoythe), oder per E-Mail geschickt werden an red.friesoythe@nwzmedien.de. Gerne können Sie auch anrufen (Telefon     04491/99882900). Es wäre schön, wenn Sie ihren Namen, Wohnort sowie Telefonnummer angeben und den Vorschlag begründen würden.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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