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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

So sieht es auf dem Kanal aus

09.03.2018

Friesoythe Über eine Woche ist es mittlerweile her, dass das Binnenschiff „Lauwerszee“ aus den Niederlanden auf dem Küstenkanal bei Friesoythe in Seenot geriet. Aufgrund eines Leckschadens drohte es zu sinken. Doch das Schiff konnte gesichert werden und ist seitdem am C-Port vertaut, ohne das Wasser eindringt. Nun soll es – vermutlich in der nächsten Woche – mithilfe eines Schubbootes nach Leer gebracht werden, wie Arno Djuren, Geschäftsführer des C-Ports, berichtet. Dann geht es für die „Lauwerszee“ wieder auf den Küstenkanal, der bei Oldenburg in die Hunte und bei Dörpen in die Ems mündet.

Nach Zahlen des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes in Meppen befahren den Kanal täglich 20 bis 30 Schiffe. Die Schleuse in Dörpen passierten im Jahr 2016 insgesamt 7352 Fahrzeuge. Der Hauptanteil des Verkehrs kommt aus Emden oder den Niederlanden in Richtung der Weser oder umgekehrt. Niederländische Schiffe wie die „Lauwerszee“ gibt es also viele auf der Wasserstraße.

Auf solche Binnenschiffe ist der Küstenkanal auch ausgelegt. Mit einer durchgängigen Tiefe von 2,50 Meter können alle Binnenschiffe den Kanal befahren. Die meisten Frachter auf dieser Strecke transportieren chemische Waren, Steine, Erden oder Nahrungs- und Futtermittel. Allein von diesen Waren werden jährlich mehr als zwei Millionen Tonnen auf dem Küstenkanal transportiert. Insgesamt ist der Küstenkanal ein regelmäßig befahrener Wasserweg. Trotzdem wird er von der Bundesregierung nur als Wasserstraße der Kategorie C eingestuft, der untersten Kategorie der deutschen Wasserstraßen. Dies hat zur Folge, dass der Küstenkanal bei Investitionen meistens außen vor bleibt. Für einen sicheren Betrieb wird der Kanal dennoch unterhalten.

In erster Linie sorgen für diese Einstufung die vielen Brücken entlang der B 401. Die niedrigen Brückenhöhen ermöglichen durchgängig nur zweilagigen Containerverkehr. Lediglich von der Ems kommend bis zum Güterverkehrszentrum (GVZ) in Dörpen gibt es Schiffe mit dreilagigen Containern. Das GVZ in Dörpen ist auch der zentrale Anlaufpunkt des Küstenkanals. Hier wurden im Jahr 2016 ganze 22 660 Container umgeschlagen. Für eine Wasserstraße der Kategorie C sehr hohe Zahlen. Zum Vergleich: auf dem Wesel-Datteln-Kanal und dem Rhein-Herne-Kanal wurden im selben Jahr gerade einmal 3953 bzw. 4166 Container transportiert. Beide Kanäle sind wohlgemerkt Wasserstraßen der obersten Kategorie.

Ausbaumaßnahmen am Küstenkanal sind aufgrund der Einstufung in Kategorie C in absehbarer Zeit nicht geplant. Maßnahmen zum Erhalt der Wasserstraße soll es langfristig jedoch geben, so besagt es der Bundesverkehrswegeplan.

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