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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

TÜv In Friesoythe: So hat sich die Hauptuntersuchung verändert

26.10.2019

Friesoythe Autobesitzer kennen das: Spätestens alle zwei Jahre muss der Pkw zur Hauptuntersuchung (HU) – im Volksmund auch TÜV genannt. Bei einigen stellt sich dann die bange Frage: Schafft es das Auto noch durch die Prüfung? „Die Plakette beim Auto zu kriegen, ist keine Glückssache“, sagt Bernhard Möller. Wenn das Auto Mängel habe, dann müssten diese zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer behoben werden.

Möller ist seit mehr als 30 Jahren Prüfingenieur bei der Dekra und hat in dieser Zeit zahlreiche Autos von Friesoythern überprüft – und so manche Veränderung in seinem Beruf mitgemacht. Kontrolliert werden bei der HU im Wesentlichen noch immer Fahrwerk, Brems- und Lichtanlage, Karosserie, Antrieb mit Abgas- und Emissionsverhalten sowie die Elektronikkomponenten des Fahrzeugs. Insbesondere letztere haben in den vergangenen Jahren jedoch zu grundlegenden Veränderungen im Umfang und den Abläufen bei der HU geführt.

Sei es früher überwiegend um Mängel an den Karosserien gegangen, vor allem in Form von Durchrostungen, seien diese heute bei den meisten Fahrzeugen nicht mehr zu beobachten, berichtet Uwe Hildebrand, Leiter der Dekra-Niederlassung Vechta, die auch für Friesoythe zuständig ist. Die Elektronik in den Autos habe jedoch enorm zugenommen – und müsse auch überprüft werden, beispielsweise ob Fahrassistenten und Sicherheitssysteme richtig funktionierten.

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Elektronische Hilfsmittel

Um dieser Technik Herr zu werden, sind auch die Prüfer mit immer mehr elektronischen Hilfsmitteln ausgerüstet. „Die Hauptuntersuchung ist heute sehr viel aufwendiger und dauert durch die technischen Hilfsmittel auch deutlich länger“, sagt Hildebrand. Konnten früher teilweise mehrere Pkw gleichzeitig kontrolliert werden, beispielsweise auf mehreren Hebebühnen nebeneinander, müsste heute jedes Fahrzeug nacheinander geprüft werden. Die technischen Geräte würden eine genaue Reihenfolge vorgeben.

Seit wann gibt es die Hauptuntersuchung und warum?

Eingeführt wurde die Hauptuntersuchung (HU) im Jahr 1951. Seitdem ist sie für alle Kraftfahrzeuge in Deutschland Pflicht.

Durch die Prüfung soll sichergestellt werden, dass kein Fahrzeug am Verkehr teilnimmt, das erhebliche Mängel aufweist und so zur Gefahr werden könnte.

Die Abgasuntersuchung (AU) gehört mittlerweile zur HU dazu und ist ein wichtiger Bestandteil.

Alle zwei Jahre müssen normale Pkw zur Untersuchung. Taxen und Omnibusse müssen sicherheitshalber jedes Jahr vorgestellt werden.

Abgenommen werden kann die Prüfung in Deutschland von staatlich anerkannten Organisationen wie der DEKRA, dem TÜV Süd, TÜV Nord, TÜV Rheinland, TÜV Thüringen, TÜV Hanse, TÜV Hessen, TÜV Saarland, der GTÜ oder die KÜS.

„Durch die Systeme ist der Prüfablauf einfach ein anderer geworden“, meint auch Möller. Wenn er heutzutage beispielsweise einen Pkw testen will, gibt er zunächst Daten aus dem Fahrzeugschein in einen Laptop ein, um das Fahrzeug identifizieren zu können. Danach wisse er alles, was das Auto haben muss und darf, zum Beispiel, welche Reifenmodelle erlaubt sind, ob es Kurven- oder Tagfahrlicht hat und welche Bremswerte es haben muss, berichtet Möller. Ohne das elektronische Hilfsmittel wäre das bei der Vielzahl an Marken und Autogestellen sowie deren individuellen technischen Ausstattungen sonst gar nicht mehr möglich. Früher mussten hierfür Kataloge durchgeblättert werden. Die Daten werden dann vom Laptop auf ein Smartphone übertragen, mit dem Möller direkt am Pkw alles kontrollieren kann. Seit vier Jahren gibt es zudem einen HU-Adapter, der mit dem Fahrzeug verbunden werden kann und weitere Daten zum Auto liefert.

Auch wenn es immer mehr elektronische Hilfsmittel gibt, ist bei Möller eins noch geblieben: „Ich habe noch immer einen Hammer in der Tasche“, erzählt der 58-Jährige. Früher habe er damit Roststellen abgeklopft und auch heutzutage testet er damit noch das ein oder andere Karosserie-Teil. Denn Korrosionsprobleme gebe es immer noch, beispielsweise an Achsteilen, berichtet Hildebrand.

Weitere Entwicklung

Der Leiter der Dekra-Niederlassung rechnet in den kommenden Jahren mit weiteren Veränderungen bei der HU. Denn durch das autonome Fahren würde weitere Elektronik verbaut werden. Dann müssten Prüfer auch auf Daten zurückgreifen können, die zeigen, ob sicherheitsrelevante Systeme innerhalb der letzten Monate ausgefallen seien. Es reiche dann nicht nur zu überprüfen, ob diese im Moment funktionierten. Doch bis dahin wird es noch einige Zeit dauern und Verhandlungen mit den Autoherstellern geben, um an die benötigten Daten zu kommen, so Hildebrand.

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Renke Hemken-Wulf Friesoythe / Redaktion Münsterland
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