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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Stadt wehrt sich gegen Kritik

10.03.2018

Friesoythe Es dauerte nicht lange und die Bäume waren gefällt. Wo vorher dicke Bäume und dichte Hecken standen, befindet sich nun eine kahle Fläche. Diese Aktion Ende Februar entlang des Sportplatzes hinter der Friesoyther Realschule an der Straße Großer Kamp West kam überraschend – zumindest für viele Anlieger, die von der Baumfällaktion keineswegs begeistert waren. Dies brachten sie wie berichtet auch auf der jüngsten Ratssitzung zum Ausdruck.

Einem Bürger missfällt die Baumfällaktion nicht nur, er stellt sogar deren Rechtmäßigkeit in Frage. „Die Stadt hatte dafür keine politische Legitimation“, sagte er im Gespräch mit der NWZ. Dass es keinen Beschluss gegeben habe, empfinde er als „schlechten Stil“. Die NWZ konfrontierte die Stadtverwaltung mit diesen Vorwürfen.

„Bei der Räumung des städtischen Grundstücks ist alles mit rechten Dingen zugegangen“, heißt es am Donnerstag in einer schriftlichen Stellungnahme.

Zur Begründung dieser Maßnahme wird angeführt, dass zum Umzug der Ludgeri-Schule an den Schulstandort Dr.-Niermann-Straße soweit möglich Veränderungen – beispielsweise Pkw-Einstellplätze am Großen Kamp West – schon im Vorfeld der Baumaßnahmen umgesetzt werden sollten. Dieses sei ein Ergebnis aus dem Arbeitskreis „Ludgeri-Schule“, an dem die Ratsfraktionen maßgeblich mitgewirkt hätten. Diese Ergebnisse seien bereits sowohl in einer interfraktionellen Ratssitzung am 8. Januar 2018 als auch in der Sitzung des Schulausschuss am 17. Januar 2018 zustimmend vorgestellt worden. Zudem seien die Ratsgremien zwischenzeitlich über den Stand der Dinge informiert worden. „Es hat sich bislang keinerlei Einwand aus den Reihen des Rates ergeben“, so die Stadtverwaltung.

Aber warum jetzt schon, wo noch keine konkreten Planungen vorliegen? „Aufgrund der zu berücksichtigen Brut- und Setzzeit ist es gesetzlich verboten, zwischen dem 1. März und dem 30. September Baumfällarbeiten durchzuführen. Daher hat der Baubetriebshof noch im Februar diese Vorarbeiten durchgeführt. Und das gehört zum laufenden Geschäft der Verwaltung“, so die Stadt Friesoythe weiter.

Der endgültige Beschluss, wie die Stellplatzanlage ausgeführt werden soll, soll im nächsten Schulausschuss beraten und beschlossen werden. Die unzureichende Parkplatzsituation an den Eingängen der Realschule sei insbesondere auch bei dem Großalarm an der Realschule im vergangenen Jahr deutlich geworden. Und weil dabei Feuerwehrzufahrten und Schulbusströme zu berücksichtigen seien, sei für Parkplätze nur die Fläche am Großen Kamp übrig geblieben. „Dass dabei auch die Einsehbarkeit des Sportplatzes verbessert wird – ein Ziel, dass der Jugendausschuss schon 2016 formuliert hat – ist ein positiver Nebeneffekt“, teilt die Stadt weiter mit.

Für die Kritiker der Aktion habe man im Rathaus aber durchaus Verständnis: „Es ist gut, dass die Bevölkerung so sensibel reagiert, wenn in unsere Natur eingegriffen wird.“ Man werde in dem Bereich auch wieder Bäume vorsehen und im Zuge der Maßnahmen an der Realschule ein besonderes Augenmerk auf eine naturnahe Gestaltung legen.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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