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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

„Führt zu Unsicherheiten“ – „Klare Ansage von Maßnahmen“

17.10.2020
Betrifft: „Kreisverwaltung reagiert auf Elternkritik“ (Corona-Fall in siebter Klasse am CAG, NWZ vom 10. Oktober)

Wir Eltern von Schülern und Schülerinnen der Klasse 7 a des Clemens-August-Gymnasiums haben mit Verwunderung die Stellungnahme der Kreisverwaltung gelesen. Es gibt einiges zu erläutern bzw. richtig zu stellen.

Bei der beschriebenen „Übergabe“ von Arbeitsschritten in den zehn Teams des Gesundheitsamtes müssen wesentliche Informationen verloren gegangen sein, sonst wären Szenarien wie folgendes nicht möglich gewesen:

Die Eltern einer Mitschülerin (K 1-Kontakt) werden vom Gesundheitsamt angerufen. Unter Angabe von genauen Daten soll bald eine individuelle Testung vorgenommen werden. Einige Tage später werden alle Schüler per Iserv (interner Schulserver, Anm. d. Red.) zum Massentest geladen. Am gleichen Tag werden die Eltern der K 1-Schülerin wieder angerufen, um einen individuellen Testtermin abzusprechen. Irritation bei der Mitarbeiterin des Amtes; diese wusste nichts von dem Massentest.

Trotz vorheriger, penibler Datenerfassung erfolgte die Testdurchführung überraschend ohne genauen Datenabgleich. Letzter Tag Quarantäne: wieder ein Anruf des Gesundheitsamtes beim Kind. Das Testergebnis läge noch nicht vor, die Quarantäne verlängere sich um 24 Stunden. Nach Rückruf der Eltern, wie das nach so vielen Tagen sein könne, dann innerhalb von 48 Stunden vier Anrufe von wohl verschiedenen Teams: Das Testergebnis ist negativ.

Viele andere Eltern haben am letzten Quarantänetag versucht, beim Gesundheitsamt das Testergebnis zu erfragen: Teils wurde auf die Schulhomepage verwiesen, einige erhielten einen Rückruf mit Ergebnis. Schriftliche Bestätigungen über Ergebnisse erfolgten nicht. Einigen Eltern wurde mit Datum vom 8. Oktober (drei Tage nach Quarantäneschluss!!!) die Anordnung zur Quarantäne und gleichzeitig der Widerruf, der das Ende der Quarantäne markiert, zugestellt. Es bleibt zu hoffen, dass sich in Zukunft der Informationsfluss zwischen Betroffenen, Schule und Ämtern optimiert und nicht wie hier zu einer Vielzahl von Unsicherheiten führt.

Elena Voborev, Helene Philipp, Christoph Hülskamp, Nicole Waterkamp, Anne Sagebiel-Balsters, Tanja Holly, Janin Schütze, Alexandra Schönigt, Mechthild Münzebrock Cloppenburg

Betrifft: Corona-Zahlen im Kreis (verschiedene Berichte)

Die 7-Tagesinzidenz für den Kreis Cloppenburg wird mit 114,8 pro 100 000 Einwohner angegeben (14.10.20, laut Niedersächsischem Landesgesundheitsamt). Am gleichen Tag beschließen Bund und Länder in Berlin, ab dem Schwellenwert 35 einschränkende Maßnahmen und ab dem Wert 50 weitergehende Maßnahmen. Mit 114,8 sind wir im Landkreis CLP bundesweit im absoluten Spitzenfeld. Leider gibt es keine bundesweiten Vorgaben, was ab einer Inzidenz ab 100 an Maßnahmen eingeleitet werden muss. Schade, denn dann müssten Gesundheitsamt und Landratsamt keine Eigeninitiativen zeigen. Worauf warten die Verantwortlichen im Gesundheitsamt und Landratsamt noch?

Die Bürger werden verunsichert, wenn die Maßnahmen heißen „Das Soestebad öffnet wieder“ und „Sportbetrieb ist wieder erlaubt“. Und dies verbunden mit der Bitte, auf private Treffen nach dem Spiel doch zu verzichten (laut Kreissprecher Rühl). Man denkt hier sicher an „Fußball in Löningen“, dort wo es im Landkreis begann.

Zur Verwirrung tragen auch die veröffentlichten stark abweichenden Zahlen bei. Beispiel: NWZ vom 15. Oktober zeigt in der Grafik „Corona im Landkreis Cloppenburg“, 16 neue Infizierte (Stand: 14.10.20) und auf der gleichen Seite unter dem Titel „Was da noch wichtig ist“ 32 neue Corona-Infizierte (Stand: 14.10.20). Bitte etwas mehr Sorgfalt im Umgang mit Zahlen. Dies ist doch umso wichtiger, nachdem den Bürgern die tatsächliche Anzahl einige Zeit verschwiegen wurde. Die „technischen Übermittlungsfehler“ (NWZ 10.10.20, S. 17) sind den Bürgern und der NWZ eher aufgefallen, als den Verantwortlichen im Gesundheitsamt/Landratsamt. Peinlich!

Appelle an Rücksicht, Einsicht und Eigenverantwortung werden leider nicht von allen Menschen befolgt. Aber alle müssen die Konsequenzen tragen. Das ist von den „Nichtbefolgern“ rücksichtslos, uneinsichtig oder einfach nur dumm. Aber man kann auch nur das anordnen, was man kontrollieren und auch ggf. belangen kann. Ein Blick auf Berlin oder unsere Nachbarländer erschreckt mich sehr.

Es ist höchste Zeit für eine klare Ansage von Maßnahmen, zum Schutze aller Bürger.

Dr. Gisbert Voigt Friesoythe

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