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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

„Galaktischer Nebel hat mich infiziert“

18.05.2013

Gehlenberg Dass der Orionnebel eines der aktivsten Entstehungsgebiete für Sterne in der galaktischen Nachbarschaft der Sonne darstellt, hat Werner Kreye (64) aus Altenoythe eigentlich nie sonderlich interessiert. Aufmerksam wurde er auf den 1350 Lichtjahre entfernten Orionnebel erst, als der ehemals selbstständige Kaufmann und heutige Rentner vor 20 Jahren an einem Kursus der Volkshochschule Oldenburg zum Thema „Astronomie“ teilnahm.

Richtiger Standort

Damals schaute er das erste Mal in seinem Leben durch ein sehr großes Teleskop in den Himmel. Werner Kreye: „Zuerst sah ich den Saturn mit seinen Ringen. Das war schon faszinierend. Doch dann sah ich den Orionnebel. Da war ich infiziert.“

Dieser „Astronomie-Virus“ hat Werner Kreye sogar so heftig erwischt, dass er beschloss eine Sternwarte zu bauen. Ganz privat. Ganz legal. Fast ganz alleine. Und ganz langsam. Den richtigen Standort für eine solche „Himmelsstation“ fand Werner Kreye, der inzwischen Vorsitzender des Vereins der Oldenburger Sternenfreunde ist, in der Nähe von Gehlenberg, unweit vom Tate Meer, einem sumpfigen Tümpel zwischen schmalen Feldwegen, Äckern und Weiden.

Absolute Dunkelheit

Werner Kreye: „Dort ist es wirklich dunkel. Da stören keine Autoscheinwerfer, keine Hauslampen und keine Straßenlaternen. Für die Beobachtung des Himmels, der Sterne und anderer Galaxien ist absolute Dunkelheit rund um das Teleskop von großer Wichtigkeit.“

In den Anfangsjahren machte sich Hobby-Astronom Kreye noch mit dem Auto auf den Weg. Im Gepäck stets ein großes Teleskop, dass er irgendwo in der dunklen Landschaft aufbaute, um Sterne und ferne Sonnensysteme zu beobachten. Mit seinem ersten eigenen Teleskop konnte er einzelne Krater auf der Mondoberfläche sehen. Sein nächstes Teleskop hatte schon eine größere Leistungsfähigkeit. Dann kam das erste Spiegelteleskop. Kreye: „Damit kann ich lichtschwächere Objekte erkennen wie beispielsweise den Eskimonebel.“

Auch die Internationale Raumstation ISS kann Kreye beobachten, wenn sie vor der Silhouette des Mondes oder der Sonne vorbeizieht. Kreye nimmt auch die Sonne direkt ins Visier: „Das geht allerdings nur mit dem Einsatz entsprechender Filter.“ Man dürfe nicht ohne Sicherheitsvorkehrungen ungeschützt in die Sonne schauen. Dann bestehe die Gefahr der Erblindung.

225 Jahre Gehlenberg: NWz lädt alle Dorfbewohner zu einem Erinnerungsfoto zum Jubiläum ein

Liebe Gehlenbergerinnen, liebe Gehlenberger, zum 225-jährigen Bestehen der Ortschaft Gehlenberg möchten wir Sie zu einem ganz besonderen Fototermin einladen. Am Sonntag, 26. Mai, soll auf dem Gelände vor der Gehlenberger Mühle ein Erinnerungsfoto gemacht werden. Dieses Foto soll Sie alle zeigen, liebe Gehlenbergerinnen und Gehlenberger. Wir möchten alle Einwohnerinnen und Einwohner des Dorfes auf einem großen Foto ablichten. Das Bild wird dann pünktlich zur Jubiläumsfeier des Ortes im Großformat in Ihrer Nordwest-Zeitung abgedruckt werden. Damit diese besondere und einmalige Aktion gelingen kann, bitten wie Sie um Ihre Mithilfe. Kommen Sie am Sonntag, 26. Mai, um 11 Uhr auf den Mühlenberg an der Mühlenstraße. Unser Fotograf wird dort auf einem großen Gruppenfoto alle Einwohnerinnen und Einwohner aus Gehlenberg – Jung und Alt, Klein und Groß – verewigen. Unterstützt wird die Nordwest-Zeitung bei der Fotoaktion von der Dorfgemeinschaft Gehlenberg. Für das Gruppenfoto wird das Gelände rund um die Mühle zur Verfügung gestellt. Auch Getränke werden dort angeboten. Als kleines Dankeschön für Ihre Mühe spendet die Nordwest-Zeitung zudem Bratwürste. Kommen Sie vorbei und lassen die Aktion zu einem besonderen Moment der 225-Jahr-Feier werden.

Werner Kreye: „Das alles war mir irgendwann jedoch zu viel Arbeit; immer alles auf- und abbauen und transportieren.“ Das Teleskop wiegt immerhin 40 Kilogramm. Und wenn Kreye an einem geeigneten Standort mühsam seine Utensilien aufgebaut hatte, passierte es schon einmal, dass plötzlich Wolken aufzogen und ein ungehinderter Blick in das Weltall nicht mehr möglich war.

Hilfe von Freunden

Der Zufall wollte es, dass Kreye in Gehlenberg am Rande des Tate Meeres eine zwei Hektar große Fläche erwerben konnte. Dort entsteht die Sternwarte des Altenoythers. Vor neun Jahren war Baubeginn. Inzwischen hat Werner Kreye sehr viel alleine geschafft, aber auch mit der Unterstützung von Freunden und Helfern gearbeitet. Einer von ihnen ist Gerd Brinkmann (63) aus Gehlenberg. Werner Kreye: „Ohne diese Hilfe von guten Freunden wäre ich noch nicht so weit gekommen.“

Das gilt auch für den Bau der beweglichen Kuppel für die Sternwarte. Die entsteht gerade in der Werkshalle einer Gehlenberger Firma. Eine drei Meter hohe Holzkonstruktion mit Glasfaserüberzug. Auch hier geht der handwerklich versierte Gerd Brinkmann dem Hobby-Astronom zur Hand.

Für Besucher geöffnet

Die insgesamt gut sieben Meter hohe Sternwarte soll in den nächsten Tagen soweit vollendet werden, dass zum Gehlenberger Dorfjubiläum erste Blicke vom Turm am Tate Meer in die Galaxien möglich sein werden. Werner Kreye: „Wenn die Kutschfahrten zum 225-jährigen Bestehen von Gehlenberg bei ihren Rundfahrten hier eine Pause einlegen, können die Leute gerne einen Blick durchs Teleskop werfen.“ Anfang Juni wird die Kuppel auf den Turm und seine drehbare Halterung montiert.

Wer Werner Kreye nach den Kosten für seine jahrelangen Bauarbeiten fragt, erntet Achselzucken. Er habe das nie ausgerechnet, sagt der Altenoyther. Die Astronomie sei für ihn Hobby und Leidenschaft zugleich. Das sei es wichtiger zu erfahren, ob es gerade im Orionnebel etwas Neues zu entdecken gibt.

Heinz-Josef Laing Friesoythe / Redaktion Münsterland
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