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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Abwasser: Wenn die Kläranlage zu weit entfernt ist

12.09.2020

Garrel Seine Straßen- und Tiefbau-Firma hat Helmut Rolfes seinen Söhnen übergeben. Der Firmengründer hat sich zurückgezogen. Eine Einschränkung gibt es dann doch noch. Immer dienstags ist er unterwegs und steuert Häuser in den Außenbereichen an. Diese Häuser haben keinen Anschluss an die Schmutzwasserkanalisation. Der Aufwand und die Kosten für einen Anschluss an die Kläranlage in Garrel auf dem Kaifort wären zu hoch oder technisch nicht möglich. Also betreiben die Besitzer zur Reinigung des Abwassers eine Kleinkläranlage.

Wenn in einer solchen Anlage auch vieles natürlich verläuft – so ganz ohne Technik, Wartung und Kontrolle geht es nicht. Dass die Anlage reibungslos und gut klärt, davon überzeugt sich Helmut Rolfes ein bis zwei Mal im Jahr, je nach verbauter Technik. Die letzte Säuberung erfährt das Wasser in einem Pflanzenbeet. Die Pflanzen reinigen, was der Mensch verunreinigt zuführt. Ein anderes System arbeitet nur mit Kammern und mit Luftdruck. Ein kleiner Kompressor befördert regelmäßig Wasser von Kammer zu Kammer. In der dritten Kammer sollte das Wasser so gereinigt sein, dass es verrieselt werden kann.

Aber auch in der letzten Kammer setzt sich schon mal Schlamm ab, der dann zurückgepumpt und noch ein einmal geklärt wird. Bei seinen Besuchen verschafft sich Helmut Rolfes zunächst einen optischen Eindruck. Dann wird nach möglichen Korrosionsschäden gesucht.

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Dann geht es ans Innere. Die Höhe der Wasserstände wird in Augenschein genommen. Ein Rohr wird in die erste Kammer versenkt. Bei der folgenden Ansicht der Bestandteile sucht Helmut Rolfes nach Auffälligkeiten. Schlammprobe nennt das der Fachmann. Anschließend nimmt er eine Wasserprobe. Sofort wird der ph-Wert gemessen. „6,9 – prima Wert“, stellt er bei dem Termin vor Ort fest. Der Wert darf zwischen 5 und 8 schwanken. Die Besitzer werden auch informiert, wenn eine der Kammern geleert, der Inhalt abgefahren werden muss.

Die Wasserprobe nimmt er mit in die Firma, wo ein kleines Labor betrieben wird. Ermittelt wird der chemische Sauerstoffbedarf. Dazu wird das Wasser auf über 140 Grad erhitzt. Nach der Abkühlung wird der Wert festgestellt. Bei jedem Besuch füllt Helmut Rolfes einen Fragebogen aus und trägt die Ergebnisse ein. Den schickt er dem Landkreis. Der ist zuständig für die Abwasserreinigung.

Die Firma „Helmut Rolfes Tief- und Straßenbau“ baut und installiert Kleinkläranlagen. Zum Angebot gehört auch ein Wartungsvertrag. Die Hausbesitzer beauftragen ihn mit der Kontrolle und den Proben. Etwa 150 Anlagen in Garrel und benachbarten Dörfern untersucht er regelmäßig und fährt raus, wenn die Anlagen einen Störfall melden.

Rund 200 000 Kleinkläranlagen in Niedersachsen reinigen das Abwasser für etwa sieben Prozent der Bevölkerung. In der Gemeinde Garrel gibt es 550. 330 Eigentümer lassen den Fäkalschlamm von der Gemeinde abholen, die Entsorgung geschieht in der Kläranlage. 220 Anlagen werden von landwirtschaftlichen Betrieben unterhalten.

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