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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Schlachtungen am Sonntag: Unternehmen Böseler Goldschmaus beantragt Genehmigung

21.10.2020

Garrel /Cloppenburg Wird es doch nichts mit der Sonntagsarbeit? Am Dienstag war nicht einmal gesichert, dass am Reformationstag Schweine geschlachtet werden können. Die Schlachtunternehmen haben noch keine Zusage für die Möglichkeit der Sonntagsarbeit und auch keine Freigabe für den 31. Oktober. Den Gewerbeaufsichtsämtern fehlt die Direktive durch das Sozialministerium.

Dennoch planen einige Betriebe damit. Kleinere Schlachter wie Wernke (Cloppenburg), 2005 von der Sprehe-Gruppe übernommen, sehen logistische Probleme bei der geringen Schlachtkapazität von 15 000 Schweinen in der Woche. Mehr als das Doppelte kommt bei der Böseler Goldschmaus in Garrel an den Haken. Das Schlachtunternehmen hat die Genehmigung zum Schlachten am Sonntag beantragt. Art und Umfang der Tätigkeit stehen noch nicht fest und müssen noch abgestimmt werden. „Wir wollen gerne den Schweinemästern in ihrer Not beistehen“, hieß es aus der Geschäftsführung. Die Not der Schweinemäster wird groß, der Schweinestau in den Ställen wird länger und schwerer. Viele Tiere wiegen schon mehr als 120 Kilogramm – 96 sind üblich.

Vielen Schlachtern von Steinemann in Steinfeld, der kürzlich den EGO-Schlachthof in Georgsmarienhütte übernommen hat, bis nach Weidemark (Sögel) fehlt das Personal. „Wir haben kein Personal“, sagt Geschäftsführer Carsten Knief in Steinfeld.

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Mitarbeiter aus Rumänien, Polen oder Ungarn kehren aus dem Heimaturlaub nicht zurück, und auch heimische Schlachter kündigen, weil sie Angst vor einer Corona-Infektion haben. Hinter den Kulissen tobt ein Kampf um die Werkvertragsbeschäftigten. Viele Schlachtereien müssen in gut zwei Monaten ihr gesamtes Schlachtpersonal umdisponieren, denn das – allerdings noch nicht verabschiedete – sogenannte Arbeitsschutzkontrollgesetz verbietet Werkverträge und Leiharbeit.

Vion (Emstek) kommt so auf eine Schlachtkapazität von 6000 täglich. Das doppelte Volumen könnte geschlachtet werden. So fehlen hier und bei den Tönnies-Schlachthöfen in Rheda und Sögel allein wöchentlich 120 000 Schweineschlachtungen. Der Stau wird länger, denn statt 950 000 werden jetzt nur 820 000 Schweine in der Woche geschlachtet. Im Nordwesten dürften es jetzt schon 400 000 Schweine sein, die zu schwer in den Ställen stehen. 1,27 Euro/kg statt 2,02 Euro/kg bekommt der Mäster. Wenn ein Schwein mehr als 120 kg wiegt, wird nur der Sauenpreis bezahlt. Und der ist mit 61 Cent/kg nicht einmal halb so hoch.

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Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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