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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Beverbruch bald ohne Leitungen?

25.01.2018

Garrel Hermann Bley kann den Plänen nicht viel Gutes abgewinnen. Sein Hof in Tweel liegt in der Nähe zum möglichen Umspannwerk. Netzbetreiber Tennet hatte ihn wie hunderte weitere mögliche Anlieger am Mittwoch in die Bürgerklause nach Garrel eingeladen, um über die Suchräume für das Umspannwerk in Garrel – neben einem von Tennet favorisierten Standort in Nutteln – zu informieren. Zwei Standorte zieht Tennet konkret in Betracht: zum einen südlich der Beverbrucher Straße im Bereich Tweel, zum anderen zwischen dem Jagdweg und dem Schuldamm im Bereich Letherfeld.

Janina Schultze, Referentin für Bürgerdialog bei Tennet, betonte: „Wir befinden uns noch in der Vorplanung.“ Letztlich werde das Amt für regionale Landesentwicklung entscheiden. Bei den Suchräumen für das Umspannwerk, für das eine Fläche von 15 bis 20 Hektar benötigt wird, spielte das Baugebiet am Beverbrucher Damm in Beverbruch eine Rolle. Die Lösungsvarianten: Die bestehende 220-kV-Leitung wird abgebaut und die neue 380-kV-Leitung wird westlich von Beverbruch verlaufen. Nördlich von Beverbruch soll ein rund drei Kilometer langes Erdkabel zum Umspannwerk hin verlegt werden. Dort müsste eine Kabelübertragungsanlage errichtet werden – eine Fläche bis zu 1,5 Hektar wäre dafür notwendig.

Aus Beverbruch verschwinden soll nach den Planungen auch die 110-kV-Leitung. Die bestehende 110-kV-Leitung, die nördlich von Beverbruch in Richtung Garrel verläuft, würde in Höhe des Umspannwerks in Richtung Süden auf neuer Trasse abknicken. Gespräche gibt es, die von Avacon betriebene 110-kV-Leitung und die 380-kV-Höchstspannungsleitung vom Umspannwerk in Richtung Süden auf rund 70 Meter hohen Masten weiterzuführen. „Man arbeite eng zusammen“, betonte Avacon-Pressesprecherin Michaela Fiedler.

Südlich von Kellerhöhe sollen die Masten dann wieder auf die Bestandstrasse geführt werden – bedeutet: Aus dem Siedlungsgebiet von Kellerhöhe würden in diesem Fall die Stromleitungen verschwinden. Sollten sich Avacon und Tennet aber nicht auf Mitnahme der 110-kV-Leitung einigen, würden die 110er-Leitung südlich von Beverbruch wieder auf die Bestandstrasse treffen.

Ganz ohne Konflikte, dessen ist sich Tennet bewusst, werde auch die aktualisierte Planung nicht verlaufen. Allerdings würden die Vorteile deutlich überwiegen, betonte Stefan Petersen, Bereichsleiter Planung bei der Tennet. Nur zu einem Haus werde der Abstand von 200 Metern im Außenbereich unterschritten. „Die alte Trasse hatte deutlich mehr Engstellen“, so Petersen.

Die Abstände – obwohl gesetzlich nicht vorgeschrieben – möchte man möglichst bei der Bebauung zum Umspannwerk hin einhalten. Landwirte hätten aber die Möglichkeit, „bis an den Zaun heran“ die Felder zu bestellen, sagte Schultze.

Noch nicht geklärt ist die Frage, in welchem der beiden Umspannwerke die Konverterstation für die Offshore-Anbindung errichtet wird. Petersen betonte, das Umspannwerk in Garrel würde er favorisieren, weil kürzere Kabel notwendig seien. Letztlich sei es aber eine behördliche Entscheidung.

Flächen angekauft hat Tennet bislang noch nicht, betonte Schultze. Vorgespräche hatte es aber schon einige gegeben. Die Leitung soll 2023 in Betrieb gehen. Die Bauarbeiten starten in 2020.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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