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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Finanzen In Garrel: Bankenfusion stößt auf Kritik

09.04.2019

Garrel Die Fusion der Raiffeisenbank Garrel eG mit der Volksbank Cloppenburg eG geht in die entscheidende Phase: Am 6. Mai sind die fast 5000 Mitglieder zur Mitgliederversammlung in das Gasthaus Zum Schäfer in Garrel eingeladen, um über den Zusammenschluss zu entscheiden. Ebenfalls werden Aufsichtsratsmitglieder für den künftigen Aufsichtsrat nominiert – drei kommen aus Garrel, vier aus Cloppenburg. Den Vorstand bilden künftig Rainer Herbers, Ludger Ostermann (beide Garrel), Norbert Hauptvogel und Jürgen Fuhler (beide Cloppenburg).

Am 8. Mai folgt dann die Mitgliederversammlung der Volksbank Cloppenburg. Damit enden dann monatelange Fusionsverhandlungen. Die Aufsichtsräte beider Banken hatten im Januar 2018 die Vorstände mit der Aufnahme konkreter Fusionsverhandlungen beauftragt. Zwischen den Häusern gibt es seit Jahren enge Kontakte.

Kritik an dem Schritt sind Ludger Ostermann bislang nicht zu Ohren gekommen, berichtete er im Gespräch mit der NWZ. Für die sorgt allerdings im Vorfeld der Mitgliederversammlung die „igenos“, nach eigenen Angaben eine Interessengemeinschaft der Genossenschaftsmitglieder mit Sitz in Rheinland Pfalz. Sie hatte in den vergangenen Wochen vorwiegend Geschäftskunden und Mitglieder der Raiffeisenbank angeschrieben und vor dem Zusammenschluss gewarnt. Im Detail, so die Kritik, werde das gesamte den Mitgliedern gehörende Vermögen an die Volksbank Cloppenburg übertragen, „verschenkt“, immerhin mehr als 35 Millionen Euro, die Mitglieder erhielten davon nichts. Die Mitglieder hätten keine Vorteile von der Fusion, dafür andere.

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Der Vorstand der Raiffeisenbank wertet die E-Mails auf NWZ-Nachfrage als „Stimmungsmache“. Ostermann verweist auch auf weitere zahlreiche Veröffentlichungen des Vereins, der grundsätzlich Zusammenschlüssen von genossenschaftlichen Banken kritisch gegenübersteht. Das Vorgehen sei standardisiert. „Hanebüchen“ nennt Ostermann sogar die erhobenen Vorwürfe. Zudem werde mit falschen Zahlen argumentiert.

Mitglieder beider Banken behielten ihre Anteile und Rechte, betont Ostermann. Von Filialschließungen könne keine Rede sein. Die regionale Präsenz der Bank, die künftig auf eine Bilanzsumme von rund 915 Millionen Euro kommt, bleibe langfristig bestehen. Der Sitz der künftigen „VR Bank in Südoldenburg“ wird Garrel sein, betont Ostermann – wenngleich die Volksbank Cloppenburg die übernehmende Bank ist. In Garrel läuft derzeit der umfassende Umbau- und Erweiterungsbau. Garrel werde künftig neben Cloppenburg und Molbergen eine Niederlassung bilden – insgesamt zählt die neue Bank dann sieben Geschäftsstellen.

Vorteile sieht Ostermann in größeren Spielräumen schon alleine im Kreditgeschäft. „Synergien zu heben“ sei im Personalbereich dagegen keineswegs die Absicht. Doppelstrukturen sollten ganz bewusst aufrechterhalten bleiben, um so einen Puffer für Urlaubs- oder Krankheitsausfälle zu schaffen. „Wir brauchen jeden Mann und jede Frau“, versichert der Bankvorstand. Ganz im Gegenteil biete der Zusammenschluss sogar die Möglichkeit, jungen Mitarbeitern – das Durchschnittsalter im Garreler Bankhaus liegt bei etwa 36 Jahren – eine Perspektive zu geben und sie so ans Unternehmen zu binden.

Garrel und Cloppenburg passten zudem strukturell gut zueinander: Garrel sei im Kreditbereich stärker, während Cloppenburg Vorteile bei Kundeneinlagen verbucht. Zwei erfolgreiche Partner würden aus einer „Position der Stärke“ heraus fusionieren und nicht, weil sie es müssten. Durch den Zusammenschluss ergäben sich aber „mehr Möglichkeiten“.

Durch den Zusammenschluss zählt das neue Bankhaus mehr als 15 000 Mitglieder und rund 125 Mitarbeiter in sieben Geschäftsstellen.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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