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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Tempo 30 spaltet die Meinungen

07.02.2019

Garrel Für reichlich Diskussionen sorgt in der Gemeinde Garrel der Vorstoß, die Hauptstraße zu einer Tempo-30-Zone zu machen und den Fahrradfahrern die Möglichkeit zu geben, auf der Straße zu fahren. Auf der einen Seite ernten die Vorschläge, die der Planungsausschuss jüngst einstimmig dem Gemeinderat zum Beschluss empfohlen hatte, viel Lob. Aber auch Kritiker meldeten sich zu Wort.

„Blödsinn“, meint etwa ein Nutzer im Online-Netzwerk Facebook. Seine Argumentation: Bei dem Verkehrsaufkommen auf der Hauptstraße könne man die meiste Zeit eh nicht schneller als 50 km/h fahren. Ein anderer befürchtet, Autofahrer würden sich eh nicht an das Tempolimit halten. Garrel brauche keine 30er-Zone, schließlich gebe es auch Fußgänger-Ampeln im Ort, die für Sicherheit sorgten. Dagegen meldet sich ein weiterer Nutzer aus Garrel zu Wort mit dem Gegenbeispiel Bad Rothenfelde: Tempo 30, Fahrräder auf der Straße – „total entspannt“.

Andere Garreler bewerten den Vorstoß ebenfalls durchaus positiv: „Ich fände es gut, schadet doch niemanden“, kommentierte eine Nutzerin. Sie glaubt, dass es durch die Tempo-30-Zone zu weniger Unfällen kommen werde. Zudem würde es zu weniger Staus führen, da der Verkehr flüssiger und gleichmäßiger fließen könne. Letztlich führten geringere Geschwindigkeiten auch zu weniger Verkehrslärm.

Der Schwerlastverkehr müsse aus dem Ort heraus, betont ein weiterer Nutzer. Gerade an den Kreuzungen komme es immer wieder zu brenzligen Situationen. Linksabbieger müssten angesichts des hohen Verkehrsaufkommens schon sehr viel Geduld haben, um von Parkplätzen oder Nebenstraßen auf die Hauptstraße zu kommen. „Hier könnte ich mir vorstellen, dass es sich durch die 30er-Zone und die zusätzlichen Fahrräder noch weiter verschärfen wird.“

Radfahrer auf der Straße verursachten doch nur noch mehr Unfälle, meinte eine andere Nutzerin. Dem widerspricht der Verkehrsexperte: Im Verkehrsgutachten für die Gemeinde Garrel hatte das Planungsbüro Dr. Zacharias festgestellt, dass Fahrradfahrer, die auf der Straße fahren, deutlich besser von den übrigen Verkehrsteilnehmer gesehen würden.

Der Planer hatte vor allem auf die Nutzungskonflikte zwischen Fahrradfahrern und Fußgängern auf den engen Geh- und Radwegen entlang der Hauptstraße hingewiesen – gerade auch vor dem Hintergrund, dass immer mehr E-Bikes und Pedelecs mit höheren Geschwindigkeiten unterwegs sind.

Die Radwegebenutzungspflicht, die derzeit auf der Hauptstraße noch gilt, solle nur dann beibehalten werden, wenn mehr Platz zur Verfügung stehe. Und der ist nur dann zu gewinnen, wenn die Längsparkflächen beseitigt werden. Das ist mit den Geschäftsleute nicht zu machen. Freigegeben werden sollte der Geh- und Radweg künftig für Fahrradfahrer nur in eine Richtung: nämlich jeweils rechts von der Fahrbahn, rät das Gutachten.

Auch zu Umgehungsstraßen hat das Planungsbüro eine Meinung: Die würden nur eine geringe Wirkung entfalten, da der Anteil an Durchgangsverkehr auf der Hauptstraße eher gering sei.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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