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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

30 Millionen Euro fließen ins Umland ab

04.07.2019

Garrel Jährlich rund 92 Millionen Euro geben die Garreler im Einzelhandel aus. Das könnte bis 2025 auf rund 101 Millionen Euro steigen. 44 Millionen Euro davon wird in Produkte des kurzfristigen Bedarfs – Lebensmittel – investiert, 20 Millionen in mittelfristigen und 27 Millionen in den langfristigen Bedarf. Das geht aus der Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts hervor, den Sandra Emmerling, Geschäftsführende Gesellschafterin bei der Gesellschaft für Unternehmen und Kommunalberatung Dr. Lademann und Partner (Hamburg), nun im Planungsausschuss des Gemeinderates vorstellte. Und das sieht deutliches Potenzial, denn die Analyse stellt auch Kaufkraftabflüsse ins Umland oder in den Online-Handel fest – nämlich rund 30 Millionen Euro über nahezu alle Sortimentsbereiche. Rund 13 Millionen Euro werden aber von Nicht-Garrelern in Garrel ausgegeben.

Der positiven demografischen Entwicklung, die von weiter wachsenden Einwohnerzahlen ausgeht und damit zu steigender Kaufkraft führt, steht die zunehmende Konkurrenz aus dem Online-Handel gegenüber. Auch durch steigende Tourismus-Zahlen erkennen die Experten zusätzliches Potenzial. Es brauche Anstrengungen, um den stationären Handel zu stärken, so Emmerling.

Ihre Lebensmittel kaufen die Garreler zu 96 Prozent in Garrel ein, hatte die Telefonumfrage des Gutachterbüros unter 305 Haushalten ergeben. Auch Drogeriewaren werden zu 92 Prozent in Garrel gekauft. Ihren Bau- und Gartenbedarf decken noch 77 Prozent in Garrel.

Ihren Bedarf etwa an Bekleidung und Schuhen decken aber nur noch 36 Prozent in Garreler Geschäften, Haushaltswaren nur zu neun Prozent und Sportartikel und Spielwaren zu elf Prozent. In den vergangenen Jahren hätten vor allem Sortimente mit schwächerer Einkaufsorientierung wie Sportbedarf und Spielwaren in Garrel weiter an Attraktivität verloren. Hier sieht auch das Fachbüro Handlungsbedarf, fließt doch deutlich Kaufkraft ab. Das betrifft vor allem die Sortimente Sport- und Spielbedarf, Hausrat, Elektrobedarf.

Im November 2018 hatten die 83 Ladengeschäfte eine Verkaufsfläche von insgesamt rund 28 900 Quadratmetern – 9300 Quadratmeter davon betreffen den kurzfristigen Bedarf wie Lebensmittel. Sie erwirtschafteten einen Umsatz von rund 75 Millionen Euro – 43 davon im kurzfristigen Bereich. Elf Ladengeschäfte mit rund 1500 Quadratmeter Verkaufsfläche standen leer – „eher gering“, so die Experten.

Der Anteil der Verkaufsfläche im Ortskern an der Gesamtverkaufsfläche sei im Vergleich zu anderen Ortskernen oder Innenstädten nicht die notwendige Dominanz.

In den Nahversorgungszentren Nord (Netto, Aldi, Combi) und Süd (Heidecenter) werden die größten Umsätze generiert. Nachholbedarf erkennen die Fachleute im mittelfristigen Bedarf.

Stärken sehen die Befragten in der guten Erreichbarkeit der Geschäfte oder der guten Parkplatzsituation. Schwächen betreffen den Verkehr oder fehlendes Angebot verschiedener Sortimente.

Was also tun, um den Einkaufsort Garrel zu sichern und zu stärken? Ein Verkaufsflächenpotenzial bis 2025 von 5600 Quadratmetern macht die Analyse fest. Gerade im Ortskern sollten Fachgeschäfte und konsumnahe Angebote konzentriert und gestärkt werden. Die Nahversorgungszentren Nord und Süd sollen nur nachgeordnet entwickelt werden. Für Neuansiedlungswünsche soll geprüft werden, ob es Alternativen gibt. In übrigen Lagen soll großflächiger Einzelhandel ausgeschlossen werden.

Sortimente wie Lampen, Möbel, Tierbedarf oder Bau- und Heimwerkerbedarf sollen sich möglichst im Zentrum ansiedeln. Nachgeordnet sei auch eine Ansiedlung etwa an der Gutenbergstraße möglich. Der Fachausschuss empfahl dem Verwaltungsausschuss, das Konzept zu beschließen.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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