• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Anwohner kritisieren TV-Bericht

13.02.2018

Garrel Der NDR hat in der Sendung „Hallo Niedersachsen“ über den geplanten Bau von Schlachthelfer-Unterkünften und den Widerstand von Anwohnern gegen die Pläne berichtet. Unter anderen hatte in den Bericht eine Gewerkschaftsvertreterin das Verhalten der Anwohner kritisiert. Die Anwohner, vertreten durch eine „Arbeitsgruppe zur Interessenvertretung der Nachbarn“ sehen sich dadurch in ein falsches Licht gerückt und wehren sich in einer Stellungnahme.

Sie loben „die Bestrebungen der Böseler Goldschmaus, Werkvertragsarbeitsverhältnisse in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse zu überführen, in höchstem Maße“. Dass Handlungsbedarf bestehe, die Arbeiter menschenwürdig unterzubringen, sei bewusst. Goldschmaus sei trotz dessen kein „Wohlfahrtsverein“. Das zeige sich in der Vermietung des Hauses der ehemaligen Sägerei Meyer neben Goldschmaus: 21 Schlachthelfer, 200 bis 220 Euro Miete pro Kopf (die Zahlen stammten laut Anwohner von Goldschmaus-Geschäftsführer Josef Hempen) bedeuteten Mieteinnahmen von mehr als 4000 Euro pro Monat.

„Die Böseler Goldschmaus nutzt öffentlichkeitswirksam ihre guten Absichten dafür aus, Baugenehmigungen zu erlangen, die über die Größe dessen hinausgehen, was auch jeder andere Bürger genehmigt bekommen würde“, heißt es in der Stellungnahme der Arbeitsgruppe. In den geplanten Apartments mit einer Größe von knapp 24 Quadratmetern sollen laut Goldschmaus jeweils zwei Schlachthelfer untergebracht werden. Rein rechtlich könnten drei untergebracht werden – für die Anwohner Indiz dafür, dass „in den Gebäuden, die für 70 Schlachthelfer beantragt wurden, später ca. 100 Menschen hätten leben sollen“.

Dass ein Unternehmenssprecher gegenüber dem NDR erneut von Integrationsbemühungen gesprochen hatte, stößt sauer auf. Dass die Mieter dort häufiger wechseln, eine Integration kaum stattfinden könne, hatte auch Bürgermeister Andreas Bartels gegenüber der NWZ betont.

Der Landkreis Cloppenburg als Genehmigungsbehörde beurteile zwar, ob jedes einzelne Bauvorhaben genehmigungsfähig sei, gehe aber nicht auf das Gesamtbild aller vier Bauvorhaben ein. Konzentration im Bereich Peterswald, soziale Verträglichkeit oder die Entwicklung des Gemeindebildes von Garreler Ortsteilen spielten keine Rolle. Auch Bürgermeister und Bauamt hätten sich zunächst nicht mit diesen Themen befasst. Daher entstand die Idee der Unterschriftenaktion: „den Gemeinderat aufrütteln, um zu verhindern, dass der Rat Änderungen von Bebauungsplänen und Grundstücksverkäufe einfach ,durchwinkt’“, sei das Ziel gewesen, das schließlich auch erreicht worden sei.

Die Anwohner stellen klar: „Wir sind nicht gegen die Schaffung von menschenwürdigem Wohnraum für Schlachthelfer.“ Nur müssten Gebäude kleiner und besser über die Gemeinde verteilt werden. Goldschmaus hatte signalisiert, die Pläne überarbeiten zu wollen. „Wir sind gespannt, diese sehen zu dürfen.“

Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus, Gewerbe oder Grundstück?

NWZ-Immo.de
Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus, Gewerbe oder Grundstück?

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
Rufen Sie mich an:
04491 9988 2901
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.