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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Leere in den Rohren

18.01.2019

Garrel Die Indizien sind vielerorts zu erkennen: Orangefarbene Leitungen sind das Versprechen auf das schnelle Internet. Der Breitbandausbau schreitet in der Gemeinde Garrel wie in vielen anderen Kommunen des Landkreises Cloppenburg auch voran. Ausgebaut wird im FTTH- und FTTC-Verfahren. FTTC steht für „Fibre to the Curb“, was sich grob mit „Glasfaser bis zum Bordstein“ übersetzen lässt. Das bedeutet, dass das Glasfaserkabel lediglich von der Vermittlungsstelle bis zum nächsten Kabelverzweiger verlegt wird. Vom Kabelverzweiger bis zu den einzelnen Hausanschlüssen werden dann weiter Kupferkabel genutzt. FTTH steht für „Fibre to the home“, also Glasfaser bis zum Hausanschluss. Der Vorteil: viel höhere Datenraten; der Nachteil: die Verlegung wird teurer.

Wie konkret sieht es in der Gemeinde Garrel aus, schließlich hatte es immer wieder Verzögerungen beim Breitband-Ausbau für Gewerbebetriebe gegeben. Die NWZ hat beim Landkreis Cloppenburg nachgehört.

Privathaushalte

Noch in diesem Jahr sollen rund 4700 unterversorgten Haushalte mit Übertragungsraten von mindestens 50 MBit/s im Landkreis versorgt werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 8,7 Millionen Euro. Nach Abzug von bereits bewilligten Bundes- und Landesmitteln werden der Landkreis und die kreisangehörigen Städte und Gemeinden einen Eigenanteil von zusammen rund 2,4 Millionen Euro aufbringen.


 In Varrelbusch sind die Tiefbauarbeiten am Glasfaserverteilnetz abgeschlossen. In Kürze erfolgt die Herstellung der Hausanschlüsse.


 In Tweel/Amerika sind die Tiefbauarbeiten weitestgehend fertiggestellt. Derzeit werden bereits die Hausanschlüsse errichtet. Danach erfolgen der Aufbau der aktiven Technik und die Inbetriebnahme des Netzes.


 Im Projektgebiet an der B 72 wurde mit den Tiefbauarbeiten begonnen.


 In Kaifort starten die Ausbauarbeiten voraussichtlich Mitte Januar. Der Zeitplan steht unter dem Vorbehalt, dass die Witterungsbedingungen sich nicht verschlechtern.

Ein Glasfaseranschluss ist auch für 65 unterversorgte Schulen im Kreisgebiet geplant. Die Oberschule Garrel sowie vier Grundschulen im Gemeindegebiet erhalten einen Glasfaseranschluss, teilte der Landkreis mit.

Gewerbebetriebe

In dem Ausbauprojekt „Gewerbe“ werden zurzeit kreisweit 559 Unternehmen in Gewerbegebieten und Einzellagen erschlossen. Über die Wirtschaftlichkeitslücke bei der Erschließung in Höhe von drei Millionen, die die Anbieter am freien Markt von der Erschließung abhalten, habe der Landkreis Cloppenburg die Möglichkeit, diese Maßnahme mit öffentlichen Geldern des kommunalen Investitionsprogramms – 50 Prozent aus dem Budget der Städte und Gemeinden und 50 Prozent aus unserem eigenen Haushalt – zu finanzieren.


 Die Gewerbegebiete Einsteinstraße, Nördlich Böseler Straße und Sandrocken in Garrel werden in diesem Projekt ausgebaut. Die Tiefbauarbeiten sind zu 98 Prozent abgeschlossen. Im Frühjahr erfolgt die Herstellung der Hausanschlüsse und der Aufbau der aktiven Technik.

Der erste Kabelverzweiger im Projekt „Haushalte“ im Landkreis Cloppenburg sind in Lindern-Großenging am 5. Dezember in Betrieb genommen worden. Gewerbegebiete sind bisher nicht an das leistungsfähige Breitband angeschlossen worden, teilte der Landkreis mit.

Allerdings kommen bei weitem nicht alle Garreler in den Genuss eines schnellen Internetanschlusses. Wer zunächst leer ausgeht, kann sich Hoffnung auf weitere Förderprogramme machen, die aktuell in der Bearbeitung sind. Dass das Interesse daran groß ist, konnte auch die Gemeinde feststellen, bei der sich viele Bürger gemeldet hätten mit der Bitte, bei weiteren Erschließungsmaßnahmen berücksichtigt zu werden, schilderte Bauamtsleiter Ewald Bley auf NWZ-Nachfrage. „Die Gemeinde nimmt auch weiterhin entsprechende Wünsche an und wird diese in Abstimmung mit dem Landkreis bei neuen Fördermaßnahmen, wenn möglich, berücksichtigen“, so Bley.

Bis aber die Gemeinde zu 100 Prozent mit leistungsfähigem Breitband versorgt ist – auch der Außenbereich bis zur letzten Milchkanne – bedürfe es „sicherlich noch einer großen Anstrengung“.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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