NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Sozialstation Garrel-Bösel: Pflegenotstand in Sozialstation spürbar

11.01.2020

Garrel Den oft zitierten Pflegenotstand musste die Sozialstation Garrel-Bösel im vergangenen Jahr hautnah erleben. „Wir hatten neun Monaten, in denen unsere Kapazitätsgrenze überschritten wurde“, berichtete Henrike Bünger, die Leiterin der Sozialstation, der Gruppe „Mann ü 60“. Die Leiterin war der Einladung gefolgt, um den Männern die Arbeit und die Organisation der Sozialstation vorzustellen. „Angehörige, die um eine Pflege nachgefragt haben, sind weinend gegangen“, berichtete sie von einer auch für ihre Einrichtung sehr belastenden Situation. Das größte Problem sei der Fachkräftemangel. „Es ist schon fünf nach zwölf“, beschrieb Henrike Bünger die Situation.

Zurzeit werden 300 Patienten von den 70 Mitarbeitern, darunter drei Männer, versorgt. Sie sind unterwegs mit einem der 26 roten Flitzer von Petersdorf-Lutz, Halenhorst bis nach Staatsforsten. Im Sommer komme es auch schon mal vor, dass eine Urlauberfamilie an der Thülsfelder Talsperre die Dienste in Anspruch nehme.

Das Angebot ist sehr vielfältig und umfangreich. Es geht von der Grundpflege über die Behandlungspflege, die Hauswirtschaft bis zur Betreuung.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

In der Tagespflege gibt es Platz für zehn Frauen und Männer. Seit kurzer Zeit betreue man auch Palliativpatienten zu Hause. Regelmäßig trifft sich in den Räumen einer Gruppe Demenzangehöriger an der Hauptstraße 100. Außerdem gebe es eine Ethikgruppe. Deren Rat kann in Anspruch genommen werden, wenn Angehörige nach einer guten Lösung suchen, wie und wo Patienten am besten untergebracht werden können und welche medizinische Maßnahme eingeleitet werden soll.

„Wir möchte die Familien entlasten“, erläuterte die Leiterin der Sozialstation die Devise ihrer Einrichtung, „und dabei mithelfen, dass Menschen möglichst lange in der eigenen Wohnung bleiben können“. Ihren Vortrag rundete sie ab mit Informationen über die Leistungen der Pflegeversicherung. Den Abschluss bildete eine beeindruckende Geschichte, in der eine demente Frau über ihre Erlebnisse in einer Einrichtung erzählte.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.