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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Landwirtschaft: Alle an einen Tisch bringen

09.12.2019

Garrel Der Vorsitzende des „Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland“ (AEF), Minister a.d. Uwe Bartels, war Gast bei den „Männern über 60“. Im Konferenzraum der Firma Fleming und Wendeln erklärte er die Mitgliederstruktur, die Aufgaben und die Ziele des Forums, das 2008 gegründet wurde. Aktuell gehören 98 Mitglieder aus dem Bereich Landwirtschaft und Ernährung zu dem Verband. „Wir sind nur ein kleiner Verband, werden aber überall gehört“, sagte der Vorsitzende.

Das Forum arbeite an „proaktiven Lösungsansätzen“. Man wolle Probleme nicht kleinreden, sondern aktiv an Lösungen mitwirken. Bei neuen Ansätzen beklagte Bartels ein Politikversagen. Wenn Landwirte heute ihre Ställe umrüsten wollen für ein höheres Tierwohl oder geringere Emissionen, würden die Baupläne oft abgelehnt. Ein ganz neuer Bauantrag werde verlangt, ohne dass der Landwirt das Ende kenne und ob es finanziell machbar sei. Die Zukunft für die Landwirtschaft und damit die Ernährung der Bevölkerung müsse dringend im Kanzleramt angesiedelt werden, damit es zu einer Abstimmung der verschiedenen Ressorts wie Landwirtschaft, Umweltschutz und Baurecht komme.

Es gebe für viele Probleme technische Lösungen. So habe man schon 1990 eine Anlage in Betrieb genommen, die nach der Bearbeitung von Gülle geklärtes Wasser in die Vorfluter abgeben konnte. Das Problem: Die Landwirte lieferten keine Gülle. Heute müsse sie für Geld in andere Regionen verbracht werden. „Wir wollen, dass alle Beteiligten sich an einen Tisch setzen, um Lösungen zu finden“, so der frühere niedersächsische Landwirtschaftminister. Man wolle Experten und damit Sachverstand zusammenbringen. Heute werde oft ein Gesetz als Teillösung erlassen, es fehle das Gesamtkonzept.

In den Gesprächsrunden, in denen alle vertreten sein müssten, die an der Wertschöpfungskette der Ernährung beteiligt sind, könnten Ziele benannt, Gesetze und Finanzierungsinstrumente vorbereitet werden. Ohne staatliche Zuschüsse sei eine zukunftsträchtige Entwicklung nicht möglich, weil Zusatzkosten für das Tierwohl und den Umweltschutz von den Verbrauchern nicht bezahlt würden. „Der Kunde nimmt das billigere Produkt“, sagte der Referent.

Die Landwirtschaft habe zum Wohlstand in der Region beigetragen. „Wenn die Tierhaltung wegbricht, wird unsere Region eine ganz andere“, sagte Bartels. Darum fördere das AEF die Zusammenarbeit aller Beteiligten und unterstütze durch Stiftungsprofessuren die wissenschaftliche Begleitung.

Werner Wessel bedankte sich bei dem Referenten für die Informationen, die die Komplexität der Nahrungsmittelproduktion deutlich aufgezeigt haben, für die es nur gemeinsame Lösungsansätze geben könne. Mehr als 60 Männer verfolgten die Ausführungen von Uwe Bartels.

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