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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Hier behält man trotz Hitze kühlen Kopf

02.10.2018

Garrel Matthias Hinxlage arbeitete als Schornsteinfegermeister und hatte sich nach neuen gesetzlichen Vorgaben für Bauherren und Hausbesitzer zum Energieberater weiterbilden lassen. Immer öfter sei er gefragt worden, ob er nicht auch energieeffiziente Anlagen planen und einbauen könne. Daraus wurde eine Geschäftsidee. Mit neun Mitarbeitern beschäftigt er sich jetzt mit der Planung und dem Bau von Anlagen, die die Energie möglichst effizient nutzen und so zu deutlich geringeren Energiekosten führen.

In unmittelbarer Nachbarschaft hat Hinxlage die vielfältigen Anforderungen einer Bäckerei in ein Gesamtkonzept eingebunden. Ob warmes oder heißes Wasser, Heizen oder Kühlen der Räume – das alles hat er in eine Anlage eingebaut. Damit stellt er sicher, dass in der Bäckerei immer genug heißes Wasser zur Verfügung steht. Wichtig bei der Anlage ist auch, dass keine Energie verloren geht. Die bei der Umwandlung von Gas in Strom erzeugte Wärme nutzt er für das heiße Wasser. „Es gibt dafür keine fertige Anlage, alles haben wir nach und nach geplant und eingebunden“, berichtete Matthias Hinxlage den interessierten Männern der Gruppe „Mann ü 60“.

Ein Blockheizkraftwerk, mehrere Tanks für warmes und heißes Wasser sowie eine selbstprogrammierte Steuerungsanlage sorgen für ein gutes Klima und ausreichend heißes Wasser. Mit seiner Technik kann er auch kühlen. „Darum haben wir bei der Firma Behrens-Meyer nach dem Einbau einiger Segel die vermutlich einzige gekühlte Konditorei“, erklärt der Tüftler. In den Büroräumen freuten sich die Mitarbeiter über gekühlte Räume im heißen Sommer.

Die nächste Herausforderung wartet schon: In den Kreislauf soll auch die Wärme, die die Backöfen abgeben, eingebunden und genutzt werden. Er habe dem Inhaber bei Beginn der Planungen nicht sagen können, wie genau die Anlage funktioniert und was sie kostet. Trotzdem habe sich Bernd Meyer auf seine Ideen eingelassen. Schon nach zwei Jahren gibt es große Einsparungen, die ersten Investitionen hätten sich bereits amortisiert.

Mit seinen Anlagen wolle er eine hohe Ausnutzung der Energie erreichen. Er wolle gleichzeitig heizen und kühlen. Der Einbau sei auch in privaten Häusern möglich. Dabei bevorzugt er eine Deckenheizung. Ob Gas, Öl oder Holz, Matthias Hinxlage führt alle Heizquellen zu eine höheren Effizienz. Er gehe davon aus, dass sich durch die geringeren Energiekosten die Investition nach zehn, zwölf Jahren bezahlt machen.

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