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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Verdichten ja – aber nicht um jeden Preis

07.09.2018

Garrel Wie stark soll die Wohnbebauung in Garrel verdichtet werden? Das ist eine Frage, mit der sich die Kommunalpolitiker derzeit verstärkt beschäftigen. Denn an neue Wohnbauflächen zu gelangen, sei zunehmend schwierig, betont Bürgermeister Andreas Bartels. Zudem sei eine Beschränkung auf drei Wohneinheiten pro Grundstück für Investoren „völlig unwirtschaftlich“.

Auf der jüngsten Planungsausschuss-Sitzung standen gleich drei Bauvorhaben zur Debatte, in der die Anzahl der Wohneinheiten und die Firsthöhe debattiert wurden: Roslaes Höhe, Kreyenberg und östlich der Straße Pöhlendamm.

Roslaes Höhe

An der Straße Roslaes Höhe hatte die Inhaberin der Fläche, die früher als Parkfläche für das „Onkel Wenzel“ vorgehalten wurde, eine Änderung des Bebauungsplans beantragt, um darauf Wohnhäuser errichten zu können. Im Zuge dieser Genehmigung sollte der gesamte Bebauungsplan angefasst werden. Der Entwurf, den die Verwaltung vorstellte, sieht vor, den Parkplatzbereich als Wohngebiet auszuweisen. Stellte sich aber die Frage: Wie viele Wohneinheiten sollen laut Bebauungsplan pro Grundstück dort erlaubt werden, ohne den Schutz der umliegenden Hausbesitzer zu vernachlässigen?

Auf Vorschlag von Ludger Tapken (CDU) empfahl der Fachausschuss dem Gemeinderat einstimmig (bei Enthaltung von Dr. Gisela Werber, CDU), links der Tannenkampstraße künftig sechs Wohneinheiten mit einer Firsthöhe von bis zu elf Metern zu erlauben. Im Inneren des Gebietes – beiderseits der Breslauer Straße und der Danziger Straße, der Straße Roslaes Höhe sowie der Waldenburger Straße – sollen lediglich vier Wohneinheiten pro Grundstück erlaubt werden. Die Firsthöhe soll nicht höher als neun Meter betragen, um nicht zu sehr in die bestehende Bebauung einzugreifen.

Anwohner könnten sich während der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung zu den Plänen äußern, begründete Bauamtsleiter Ewald Bley, das kein beschleunigtes Verfahren durchgeführt werden solle.

Kreyenberg

An der Raiffeisenstraße 6 im Bereich Kreyenberg gibt es Pläne des Eigentümers, ein Wohnhaus mit bis zu sechs Wohneinheiten zu errichten. Diese Pläne wird er aber so nicht umsetzen können, verweigerte der Planungsausschuss doch die notwendige Änderung des Bebauungsplans: Alles soll bleiben wie es ist. Der nämlich sieht lediglich höchstens vier Wohneinheiten mit einer Firsthöhe von 10,5 Metern und einer Traufhöhe von sechs Metern vor. Die geplanten zwei Vollgeschosse samt Penthouse oben drauf, wie sie etwa entlang der Hauptstraße zu finden sind, sind so nicht möglich. „Eine Verdichtung ist gut, aber die Bewohner haben auch ihre Rechte, geschützt zu werden“, sagte Arnold Hannöver (BfG).

Pöhlendamm

Vier Wohneinheiten darf auch der Investor auf seinem Grundstück östlich der Straße Pöhlendamm errichten. Der Fachausschuss brachte dafür eine Außenbereichssatzung (für Bereiche außerhalb geschlossener Ortschaft) auf den Weg. Maximal ein Vollgeschoss soll erlaubt werden. Die Firsthöhe darf neun Meter nicht übersteigen. Die Satzung betrifft 1,5 Hektar.

In der Marsch II

Weiterhin wurde auf der Sitzung der Bebauungsplan für das Neubaugebiet In der Marsch II auf den Weg gebracht. In dem Gebiet zwischen den Straßen Zum Auetal und In der Marsch sollen 18 Bauplätze in einer Größe von 577 bis 819 Quadratmeter geschaffen werden. Ein rund 5000 Quadratmeter großer Bereich soll für den möglichen Neubau eines Kindergartens freigehalten werden. Der Neubau einer Kita im Kernort ist Gegenstand der Tagesordnung des Jugendhilfeausschusses am 17. September um 18.45 Uhr im Ratssaal.

Im hinteren Bereich fließt die Große Aue entlang. Entlang des Flusses müssen Flächen vorgehalten werden, um einen Biotopverbund schaffen zu können. Der soll vor allem heimischen Tieren Lebensraum bieten. Für den Biotopverbund hat die Gemeinde Vorratsflächen beiderseits der Aue von der Nikolausdorfer Straße bis zur Böseler Straße festgesetzt, die mit öffentlich ausgelegt werden. Auf diese Flächen soll sich künftig keine Siedlung hin entwickeln können.

Reiner Kramer
stv. Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2901
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