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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

„Geblitzt wird hier doch sowieso nie“

08.01.2008

RAMSLOH Andre Bruns und seine Frau Monika sind sauer. Und das nicht erst seit gestern. Sie sind nun vielmehr schon seit vielen Jahren beunruhigt darüber, dass vor ihrer Haustür viel zu schnell gefahren wird.

Bruns’ wohnen in Ramsloh an der Elisabethfehner Straße, und zwar in dem Teil, in dem das Tempolimit von 70 Stundenkilometern aufgehoben ist. „Für mich ist das unerklärlich.“ Damals hieß es, dass die Zone 70 hier unterbrochen ist, weil die Straße nur einseitig bebaut sei.

„Mittlerweile existiert aber schon seit mehreren Jahren die Torffabrik direkt bei uns gegenüber“, erklärt Andre Bruns. „Die großen Lastwagen fahren ganz rigoros, ohne besonders auf den Verkehr zu achten, auf die Straße, so dass es häufig direkt vor unserer Tür zu lauten Bremsmanövern kommt, oder dass es im schlimmsten Fall halt knallt, wie es vor gut einem Jahr hier direkt vor der Tür der Fall war“, schildert Bruns.

Aus diesem Grund bestehe laut Bruns sogar eine noch höhere Unfallgefahr als in den Tempo-70-Zonen zu Beginn und am Ende der Elisabethfehner Straße. Im Sommer würden auf der Strecke sogar Autorennen veranstaltet und auch die Motorradfahrer seien nicht zu überhören.

„Man hört wie sie die Maschinen hochdrehen, sobald sie das Schild mit der 70 passiert haben, und man kann auch hören, wie sie zum Ende der Straße wieder abbremsen. Hier zischen die dann mit Geschwindigkeiten weit jenseits der 100 Stundenkilometer vorbei“, sagt Bruns und fährt fort: „Nicht nur Motorräder, natürlich auch Autos und sogar die Lastwagen fahren hier sehr schnell. Es wird hier gerast ohne Sinn und Verstand. Aber vielleicht fühlen sich die Leute ja auch dazu eingeladen, denn geblitzt wird hier sowieso nie“, meint der 36-Jährige.

Noch mehr Angst macht dem zweifachen Familienvater die Tatsache, dass seine Kinder mittlerweile aus dem Krabbelalter heraus sind und ihre Umgebung erkunden wollen. „Man kann nicht immer den Kleinen hinterherlaufen und aufpassen, dass sie nicht das Hoftor öffnen und auf die Straße laufen. Mein Sohn Johannes ist jetzt dreieinhalb Jahre alt und fängt an, Fahrrad zu fahren. Das macht die Sache nicht ungefährlicher.“

Bruns weiß, wovon er spricht: „Es darf nicht wieder so etwas Fürchterliches passieren wie damals am Scharreler Damm, wo ebenfalls so schlimm gerast wurde wie hier. Die Schwester meines Schwagers wurde dort von einem Auto überfahren und starb. Dort ist dann eine 70-Zone entstanden, zwar zu spät, aber immerhin. Damit hier nicht auch noch so ein Unglück passieren muss, soll und muss das Tempolimit von 70 auf der gesamten Elisabethfehner Straße gelten.“

Diese NWZ-Serie greift Missstände von öffentlichem Interesse auf. Teilen Sie uns mit, wenn Sie auf Ärgernisse stoßen.

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