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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Stromtrasse: Gegen Entscheidung regt sich Widerstand

09.06.2017

Garrel Hiobsbotschaft für die Kirchdörfer der Gemeinde Garrel: Netzbetreiber Tennet möchte die Starkstromleitung (380 kV) entlang der Trassenvariante C errichten. Mit diesem Vorschlag, den sie am Donnerstag im Cloppenburg bekanntmachte, wird die Tennet nun an das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Weser-Ems mit Sitz in Oldenburg herantreten. Das ist zuständig für das Raumordnungsverfahren.

Quer durchzogen wird in dieser Trassenvariante die Gemeinde Garrel: Die Trasse würde weitgehend der bestehenden 220-kV-Leitung folgen, die in diesem Zuge aber zurückgebaut würde. Die Leitung, die weitgehend als Freileitung errichtet werden soll, würde aus Richtung Benthullen kommend durch Nikolausdorf, Varrelbusch und weiter in Richtung Kellerhöhe, Bethen, Emstekerfeld und Sevelten laufen.

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Als zweiten Standort für ein Umspannwerk im Landkreis Cloppenburg schlägt die Tennet neben Nutteln den Suchraum Nikolausdorf als sinnvollsten vor. Dieser erstreckt sich auf die Gemeinden Garrel, Großenkneten und Wardenburg. Geeignet wären auch die Kombinationen Nutteln mit dem Bereich des Flugplatzes Varrelbusch sowie Nutteln in Kombination mit dem bestehenden Umspannwerk in Bethen.

Errichtet werden soll die Leitung zum Großteil als Freilandleitung mit bis zu 60 Meter hohen Masten. Im Bereich des Küstenkanals wird ein rund zehn Kilometer langer Erdkabelabschnitt geprüft, heißt es von Seiten der Tennet.

Wie reagieren die Nikolausdorfer?

Wolfgang Engelmann vom Bürgerverein „Wir in Nikolausdorf“ zeigte sich enttäuscht ob der aktuellen Entwicklung: „Wir hätten uns sicherlich einen anderen Ausgang gewünscht.“ Nun wolle man gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Cloppenburg unter Spannung“, in der auch Nikolausdorfer vertreten sind, die Unterlagen sichten und beraten, wie darauf reagiert werden soll. Das solle aber auch in enger Abstimmung mit dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung in Garrel ablaufen, sagte Engelmann.

Was sagt die BI „380 kV – wir wehren uns“?

André Röckmann von der Bürgerinitiative „380 kV – wir wehren uns!“ aus Thüle, Petersfeld, Peterswald, Falkenberg, Varrelbusch und Resthausen zeigte sich in einer ersten Reaktion nach Bekanntgabe erleichtert, dass es nicht Variante A werden solle. Er verwies aber darauf, dass die endgültige Entscheidung über die Variante beim Amt für regionale Landesentwicklung in Oldenburg getroffen werde. Gleichwohl werde sich die BI weiter in das Verfahren einbringen. Und auch dort, wo sie ihre Belange beeinträchtigt sieht, Einsprüche im Raumordnungsverfahren geltend machen. Als „unglücklich für den Landkreis und vor allem die Gemeinde Garrel“ bezeichnete Röckmann die Situation. Nach wie vor halte die BI die Planungen für „fragwürdig“. „Das könnte durchaus anders gelöst werden.“

Wie argumentieren die Beverbrucher?

Norbert Budde, Vorsitzender des Bürgervereins Beverbruch, gab sich im Gespräch mit der NWZ am Donnerstag kämpferisch. „Wir werden das so nicht hinnehmen.“ Er merkt an, dass die Trasse 400 Meter vom Dorf entfernt verlaufen müsse. Die derzeitige 220-kV-Leitung sei stellenweise wesentlich dichter dran. Wenn die 380-kV-Leitung nicht gänzlich verhindert werden könne, wolle man wenigstens versuchen, sie auf gemeinsame Masten mit der 110-kV-Leitung zu bekommen – in gebührendem Abstand zum Dorf. Die Bekanntgabe am Donnerstag sei nur „der Anpfiff des Spiels“, gab sich Budde zuversichtlich. Das Spiel gehe nun erst los.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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