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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Gegenwind für Pläne am Vehnemoor

02.04.2014

Edewecht /Bösel In Husbäke im Ammerland regt sich Widerstand gegen einen möglichen Windpark am Hogenset in Husbäke. Eine Delegation von Anwohner hat jetzt Listen mit 67 Unterschriften im Edewechter Rathaus übergeben. Das Gelände am Hogenset („Südlicher Küstenkanal“) gilt nach der Ammerländer Potenzialstudie als besonders geeignet für Windkraftanlagen. Entstehen könnten auf Flächen, die direkt ans „Barwische Meer“ des Vehnemoores grenzen, rund 200 Meter hohe Windräder. Sechs bis acht Anlagen könnten dort im Grenzgebiet nach Bösel gebaut werden.

Bösels Bürgermeister Hermann Block verfolgt die Entwicklung dort. „Wir sind noch nicht aufgefordert worden, uns zu beteiligen“, sagte Block auf NWZ -Nachfrage. Er gehe aber davon aus, dass das geschehen werde, sollte das Verfahren für diesen Bereich weiter verfolgt werden.

Die Windpark-Gegner in Husbäke sagten, es gebe in Deutschland unzählige unkritische Windenergiestandorte, doch es gebe nur ein Vehnemoor mit seiner Einmaligkeit und Artenvielfalt, das man für die Nachwelt erhalten wolle.

Durch Windkraftanlagen befürchte man massiven Lärm Tag und Nacht, rotes Blitzfeuer als Flugsicherung abends und nachts, ständigen Schattenschlag, mögliche gesundheitliche Probleme und massiven Wertverlust von Häusern und Grundstücken. Außerdem sei ein möglicher Windpark eine Gefahr für das etwa 1700 Hektar große Naturschutzgebiet Vehnemoor, das wieder eines der größten zusammenhängenden Moorgebiete ganz Deutschlands werden könne, so die Argumente. Die inzwischen wiedervernässten Flächen des Moores würden sich durch viele schützenswerte Pflanzen und Tiere auszeichnen und hätten sich zu einem Zugvogelrastplatz von internationaler Bedeutung entwickelt.

Die Bürgermeisterin der Gemeinde Edewecht, Petra Lausch, sagte, das Verfahren stünde ganz am Anfang, Entscheidungen über mögliche Windparks seien noch nicht gefallen.

Für das Ammerland sei zwar eine Windpotenzialstudie erarbeitet worden, doch mit konkreten Standorten habe sich die Edewechter Politik nicht beschäftigt. Das geschehe erst in der Bauausschusssitzung am 28. April. Bislang habe man lediglich über die Windpotenzialstudie und Abstandsreglungen für Windkraftanlagen beraten. Nun sei es an den Ratsfraktionen, ihre Positionen zum Thema Windkraft darzustellen.

Nach Auskunft von Bürgermeisterin Lausch stünden nur zwei Standorte zur Wahl: am Hogenset in Husbäke und in Westerscheps-Lohorst. Eine dritte Fläche im Grenzgebiet zu Bad Zwischenahn (Portsloge) habe sich erledigt, weil in Bad Zwischenahn die Entscheidung getroffen worden sei, keine weiteren Windkraftanlagen zu errichten, bis die notwendigen Trassen für den Transport der Windenergie existierten. Ob in der Gemeinde Edewecht überhaupt weitere Windparks entstünden, entscheide der Gemeinderat.

Wie der Husbäker Sven Schultheis, einer, der federführend den Widerstand gegen den Park organisiert, betonte, seien die Pläne am Hogenset doch nicht aus der Luft gegriffen. Ein Investor wolle dort sechs bis acht jeweils 200 Meter hohe Anlagen errichten und habe deshalb in der Vergangenheit bereits eine über ein Jahr dauernde Untersuchung der Flora und Fauna in Auftrag gegeben. Reiner Knorr von der Gemeinde Edewecht bekräftigte, dass noch keine Entscheidung gefallen sei und, dass es das unternehmerische Risiko des Investors sei, vor Beschlüssen des Rates zu handeln.

Doris Grove-Mittwede
Redakteurin
Redaktion Westerstede
Tel:
04488 9988 2605
Reiner Kramer
stv. Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2901

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