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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Mit 2300 Arbeitsstunden neuen Rekord erreicht

27.11.2017

Gehlenberg Zu einem Powerpoint-Vortrag hatte der Heimatverein Gehlenberg-Neuvrees-Neulorup den gebürtigen Gehlenberger Willi Baumann eingeladen. Baumann, der Leiter des Offizialatsarchivs in Vechta ist, sprach vor zahlreichen interessierten Heimatfreunden im Backhaus zum Thema „Mit Einschluss der Neuvreesner wird die befragte Colonie fortan Neuarenberg genannt“.

Das Referat beschäftigte sich mit der Siedlungsgeschichte der Moorkolonien Gehlenberg/Neuarenberg, Neuvrees und Neulorup und mit der Gründung der Pfarrei Neuarenberg. Mit „Einschluss der Neuvreesner“ war wohl „Ausschluss“ gemeint, denn ursprünglich war vorgesehen, aus den verlosten Plaatzen eine Siedlung zu bilden. Baumann schilderte die Probleme, die es bei der Besiedlung nach der Auslosung der Plaatzen von 1788 gab. Markenrechtliche Streitigkeiten waren unter anderem Ursache für eine dauerhafte Ansiedlung von Kolonisten am „gelen Berg“ erst nach 1809. 1827 wurden 16 Plaatzen an Siedler aus Lorup vergeben (heute Neulorup) zur Sicherung der Markengrenze der Loruper.

Aber auch die jeweiligen Landesherren spielten eine Rolle. Die erste Initiative zur Sicherung der Besitzansprüche im grenznahen Raum zu den Niederlanden ging vom Fürstbischof von Münster aus, durch die Gründung von 14 Moorkolonien links und rechts der Ems. Durch den Reichsdeputationshauptschluss 1803 gab es mit dem Herzog von Arenberg einen neuen Landesherren, der die Kolonie Gelenberg in Neuarenberg umbenannte.

Als sehr wertvoll bezeichnete Baumann ein 1832 vom damaligen Pfarrer Joseph Biermann erstelltes Einwohnerverzeichnis, das auch Auskunft über Herkunft der Siedler gibt. 35 Häuser bezeichnete Biermann damals als Hütten. Auch über seine Einkünfte hatte der Pfarrer genaue Aufzeichnungen gemacht. Heimatvereinsvorsitzender Wilhelm Olliges bedankte sich bei Baumann für die interessanten Informationen.

Bei der anschließenden Generalversammlung bezeichnete Olliges das abgelaufene Vereinsjahr als sehr erfolgreich. Mit 2300 ehrenamtlichen Arbeitsstunden sei ein neuer Rekord erreicht worden. Bei mehr als 60 Führungen seien über 1500 Personen durch das Kulturzentrum geführt worden.

Die Sammlungen im Heimat- und Sägereimuseum konnten um mehrere Exponate erweitert werden.

Weiter beteiligte sich der Heimatverein am Weihnachtsmarkt und führte eine Krippenfahrt nach Cappeln und Schwichteler durch. Eine Halbtagsfahrt ging zur Seehundstation in Norddeich und zum Schloss Lütetsburg. Am Pfingstmontag hatte die Mühle ihre Tore zum Deutschen Mühlentag geöffnet und lockte viele Gäste an. Ein besonderer Dank Olliges’ galt den Frauen, die zu den verschiedenen Anlässen Brote und Kuchen im Steinofen gebacken hatten sowie allen anderen freiwilligen Helfern.

Der Ausblick auf das kommende Jahr sieht einen Backtag zum Weihnachtsmarkt am 3. Dezember vor, eine Krippenfahrt in Zusammenarbeit mit der KFD Anfang Januar sowie eine Winterwanderung, eine Radtour und eine Halbtagsfahrt. Beim Mühlentag am Pfingstmontag kann der Heimatverein sein 40-jähriges Bestehen feiern.

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