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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Große Identifikation prägend

30.08.2017

Gehlenberg /Neuscharrel Mit großer Spannung und Vorfreude fiebern die Dorfgemeinschaften der Orte Gehlenberg und Neuscharrel dem 16. September entgegen. An besagtem Samstag wird die Entscheidung verkündet, welches Dorf den 20. Kreisentscheid im Rahmen des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ gewinnt und welche fünf Orte am Landesentscheid teilnehmen. Am Dienstag besuchte die zuständige Prüfungskommission unter dem Vorsitz der stellvertretenden Landrätin Marlies Hukelmann (CDU) unter anderem die Dörfer Gehlenberg und Neuscharrel, um sich ein genaueres Bild zu machen.

In der zweiten und damit finalen Runde des Kreisentscheids von „Unser Dorf hat Zukunft“ stehen noch zwölf Orte von ursprünglich 35 Teilnehmern. Anderthalb Stunden haben die Dörfer Zeit, der Kommission ihre Ortschaft vorzustellen und zu zeigen, was ihr Dorf ausmacht.

 Gehlenberg

„Uns zeichnet besonders die große Identifikation mit unserem Ort aus“, betonte Ortsvorsteher Hans Meyer im Namen der Gehlenberger Dorfgemeinschaft. Mit einer Präsentation im Kulturzentrum Mühlenberg bei Kaffee und Kuchen begann am Dienstag der Besuch der Prüfungskommission in Gehlenberg, zu der auch Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann gekommen war. Der Ort Gehlenberg mit seinen 1600 Bürgerinnen und Bürgern zeichne sich neben seinem Zusammenhalt und der landschaftlichen Schönheit auch durch seine Wirtschaftskraft aus. Mehr als 80 Betriebe seien hier angesiedelt, sagte Meyer. „Wir haben eine funktionierende Infrastruktur.“ Der hinzugekommene NP-Lebensmittelmarkt laufe sehr gut.

Meyer hob insbesondere auch das ehrenamtliche Engagement der Gehlenberger hervor. Die Bürger seien häufig in mehreren Vereinen aktiv und würden eine große soziale Eigenleistung erbringen. Tausende von Arbeitsstunden seien in Projekte wie den Neubau der Sportanlage mit vier Spielflächen (Eigenleistung mehr als 10 000 Stunden), die Sanierung der Sporthalle (4500 Stunden), das neugebaute Feuerwehrgerätehaus (3000 Stunden) und nicht zuletzt in das Kulturzentrum und das Areal auf dem Mühlenberg (mehr als 20 000 Stunden) gesteckt worden. Die Grundschule Gehlenberg ist mittlerweile eine offene Ganztagsschule. Auch die Integration funktioniere sehr gut.

Es gibt einen eigenen Windpark und mehr als 200 Solaranlangen. Neuer Wohnraum für Familien werde geschaffen. Im Pfarrpark möchte man ein Seniorenzentrum mit Tagespflege errichten.

Meyer zeigte aber auch die Schwächen des Ortes auf, etwa die hohe Immissionsbelastung durch intensive Tierhaltung, das Fehlen von Fachgeschäften und die stagnierende Bevölkerungsentwicklung.

Es folgte eine Busfahrt durch den 1788 gegründeten Ort. Das Unternehmen Meemken Wurstwaren wurde dabei näher vorgestellt, das sich auf Rind und Geflügel spezialisiert hat und auch für den internationalen Markt (z.B. Dubai) produziert. Es bietet unter anderem auch Wurstwaren für Muslime an.

Zu Fuß ging es dann in Gehlenberg bei bestem Sommerwetter vom Friedhof aus durch den Dorfpark zur Kirche St. Prosper bis hin zur Kindertagesstätte St. Monika, wo eine Kindergruppe noch zwei Lieder zum Abschluss sang, ehe die Kommission nach Neuscharrel weiterfuhr.

 Neuscharrel

Im klimatisierten Schützenhaus empfingen Werner Fuhler und Ortsvorsteher Erich Eilers die Prüfungskommission in Neuscharrel. Ob in der Präsentation von Bernd Janßen, Erich Eilers, Werner Fuhler oder Hans-Gerd Eilers – das Motto „Neuscharrel packt an“ begegnete der Kommission bei allen Vorträgen. „Eigenleistung und Zusammenhalt werden in Neuscharrel groß geschrieben. Hier sind zahlreiche Vereine und ein reges Dorfgemeinschaftsleben zu finden“, so Ortsvorsteher Erich Eilers.

Das zeigt sich auch im Ortsbild. Als sehr junges Dorf, gegründet wurde Neuscharrel erst 1821, ist der Bestand an historischer Bausubstanz eher gering. Das heißt aber nicht, dass Neuscharrel nicht wächst. „Gerade die jungen Neuscharreler wollen hier bleiben – das Baugebiet an der Achternhörner Straße ist jetzt schon fast voll“, sagte Erich Eilers.

Nach den Vorträgen und einer kräftigen Tasse Kaffee ging es durch den Ort. Zu Fuß natürlich – denn Neuscharrel ist kompakt. „Nirgendwo sonst im Stadtgebiet von Friesoythe finden Sie so ein kompaktes Dorfzentrum. Schützenhalle, Sportlerheim, Fußballplatz, Grundschule und Kindergarten sind nur wenige Schritt voneinander entfernt“, sagte Hans-Gerd Eilers vom Heimatverein Neuscharrel. Und in fast jedem Gebäude des Dorfes finden sich Mauern, die von Neuscharreler Händen errichtet worden sind. „Ob im Schützenhaus oder im Vereinsheim des BV Neuscharrel – Eigenleistung überall“, so Eilers.

Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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