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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Bilanz: Genossenschaftsbanken wachsen weiter

11.05.2017

Landkreis Negativ-Zinsen, Regularien aus Brüssel, Preisdruck durch den Wettbewerb und die Digitalisierung – die Banken in Deutschland sehen sich Herausforderungen ausgesetzt. Bei den Genossenschaftsbanken im Kreis Cloppenburg stehen trotzdem die Zeichen auf Wachstum. Das unterstreicht Jahresbilanz 2016 der Kreisarbeitergemeinschaft der Volks- und Raiffeisenbanken im Landkreis Cloppenburg (KAG). „Wir leben in einer prosperierenden Region, die Wirtschaft wächst und auch die Einwohnerzahlen steigen“, erläuterte Jürgen Fuhler, Vorstand der Volksbank Cloppenburg am Mittwoch bei einem Pressegespräch die Rahmenbedingungen für die neun Genossenschaftsbanken. Fuhler und Andreas Frye (Volksbank Bösel) stellten als KAG-Vorstände die Zahlen vor.

Wie sieht die Lage der Banken aus?

„Wachstum zieht sich wie ein roter Faden durch die Bilanz des KAG“, heißt es im Bericht. 2,535 Milliarden Euro lautet die Bilanzsumme, eine Steigerung von 5,5 Prozent gegenüber 2015 – zum Vergleich: Die Bilanzsumme aller deutschen Banken wuchs um 1,6 Prozent. 103 000 Kunden bedienen die neun Banken von Scharrel im Norden bis Löningen im Süden. Die Banken haben 48 000 Mitglieder, 202 648 Konten gibt es, darunter 40 940 Onlinekonten. Die gewährten Kredite stiegen um 5,2 Prozent gegenüber 2016 auf 2,028 Milliarden Euro. Bei den Einlagen, die eine Summe von 1,542 Milliarden Euro erreichten, betrug das Plus 6,9 Prozent.

Wie sieht die digitale Entwicklung aus?

„Der Onlinebereich ist ein wichtiger Aspekt. Wir müssen den Spagat zwischen dem onlineaffinen Kunden und dem jetzigem Angebot schaffen“, sagt Fuhler. Gerade das Beratungsangebot in den Filialen grenze die Genossenschaftsbank von den rein online geführten Direktbanken ab. Das Online-Geschäft gehöre bereits zum Alltag, digitale Produkte wie eine Banking-App sollen ausgebaut werden.

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Braucht die Region dann überhaupt Filialen?

Ja, lautet das klare Bekenntnis der Volks- und Raiffeisenbanken in Cloppenburg, Garrel, Bösel, Scharrel, Lastrup, Löningen, Essen-Cappeln, Emstek sowie der Spar- und Darlehenskasse Friesoythe. „Das Filialgeschäft wird sich verändern. Wir rechnen damit, dass es in der Zukunft Online mehr Service geben wird. Die Filiale wird aber weiter für die Kundennähe und Beratung bestehen bleiben“, so Fuhler. „Solange die Kunden mit uns Geschäfte machen, bleiben wir vor Ort“, bekennt sich Frye zu den Filialen in kleineren Ortschaften.

Wird das Geldabheben künftig Geld kosten?

„Da kommt nichts bei rum. Die Banken schießen sich damit Eigentore“, so Frye. Die Zahlung mit Bargeld nehme immer weiter ab, kontaktloses Zahlen und Kartenzahlung würden immer beliebter. Gebühren auf das Geld-Abheben sind deshalb nicht vorgesehen. Kostenlose Konten könnten sich die Banken hingegen nicht mehr leisten, denn die Dienstleistungen müssten vernünftig bepreist werden.

Welche Herausforderungen gibt es?

Aufgrund der Zinspolitik aus Brüssel bezahlen die Banken derzeit für das angelegte Geld – immerhin 1,5 Milliarden bei den Genossenschaftsbanken – drauf. Solange die Zinswende auf sich warten lasse, würde es den Banken schwerfallen, Geld zu verdienen, erläutert Fuhler.

Erste Hinweise sprächen für eine Kursänderung der Europäischen Zentralbank (EZB): „Es wird aber noch eine Weile dauern. Vielleicht können wir 2018 erste Schritte machen.“ Außerdem hätten die Regularien zugenommen, die kleine und genossenschaftliche Banken zu wenig berücksichtigen. „Hier muss sich was ändern“, sagt Vorstand Fuhler.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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