• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Aquaferrum: Geringere Erlöse als kalkuliert

24.10.2015

Friesoythe Als auf der jüngsten Ratssitzung der Stadt Friesoythe die jährlichen Betriebskosten für das Schwimmbad Aquaferrum bekannt wurden, staunte selbst die SPD-Fraktion. Diese hatte schon vor dem Bau stets vor höheren Kosten gewarnt. Sie vermutete bis zu 850 000 Euro im Jahr. Die damalige Verwaltungsspitze und die CDU-Fraktion widersprachen damals. Tatsächlich werden in diesem Jahr sogar rund eine Million Euro fällig.

Der Verlust der Wirtschaftsbetriebe Friesoythe (Wibef) könnte sich in diesem Jahr aufgrund diverser Ursachen sogar noch um bis zu 200 000 Euro steigern, sagte Erste Stadträtin Heidrun Hamjediers, die Anfang des Jahres von Dirk Vorlauf die Geschäftsführung der Wibef übernommen hat. Über dieses 100-prozentige Tochterunternehmen wird das im Oktober 2014 eröffnete Aquaferrum abgewickelt.

Als Grund für diese Fehlkalkulation wird vor allem ein zu niedriger Ansatz bei den Abschreibungen angeführt. 350 000 Euro standen in den Bilanzen. „Das war viel zu niedrig angesetzt“, sagte Hamjediers jetzt im NWZ -Gespräch. Realistisch sei eine Summe in Höhe von 600 000 Euro. Aber wie konnte man sich aus betriebswirtschaftlicher Sicht bei eigentlich klar kalkulierbaren Abschreibungen so verschätzen? „Das ist mir unerklärlich“, sagte Hamjediers.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Doch nicht nur die Abschreibungen seien das Problem. Hinzu komme, das der Badbetrieb nicht so viel Geld einbringe, wie von ihrem Vorgänger kalkuliert. Allein bei den Erlösen an Eintrittsgeldern sei eine Lücke von 220 000 Euro entstanden. „Die prognostizierten Besucherzahlen sind unrealistisch“, sagte Hamjediers. Man rechnete mit einem jährlichen Besucheraufkommen von etwa 75 000 Badegästen. „Dazu müsste das Schwimmbad deutlich größer sein“, erläuterte Hamjediers ihre Kapazitätsberechnung.

Für die Sauna wurden rund 14 000 Gäste pro Jahr berechnet. Zahlen, an die man längst nicht herangekommen sei. So habe man allein in Sachen Sauna mit einem Umsatz von 160 000 Euro pro Jahr gerechnet. Unterm Strich würden im jetzt ablaufenden Geschäftsjahr nicht einmal 40 000 € Euro erreicht. Und auch der Gastronomiebereich habe bislang nicht die wirtschaftlichen Erwartungen erfüllen können.

Die Wibef-Geschäftsführerin wisse sehr wohl, dass ein öffentliches Schwimmbad nicht kostendeckend betrieben werden könne. So habe man auch für das Aquaferrum im Wirtschaftsplan mit einem satten Minus gerechnet. Doch statt der zunächst nach Abzug aller Erträge kalkulierten 600 000 Euro sind es 860 000 Euro geworden.

Weitere Luftaufnahmen aus der Region finden Sie auf MöwenBlick.de

Investitionen sind in dieser Summe nicht enthalten. Möchte man also zum Beispiel den Sprungturm reaktivieren, müsste diese Summe obendrauf gerechnet werden. Laut Gutachten würde der Sprungturm übrigens mehrere hunderttausend Euro kosten. „Das werden wir allein durch Erlöse nicht schaffen“, so Hamjediers.

Der Wibef müsse in Zukunft der Spagat gelingen, die Attraktivität des Bades immer weiter zu steigern und gleichzeitig Kosten zu sparen. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass uns das gemeinsam mit dem Stadtrat und der Verwaltung gelingen wird, denn trotz der schwierigen Wirtschaftslage hat das Aquaferrum Potenzial“, sagte Hamjediers.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
Rufen Sie mich an:
04491 9988 2900
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.