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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Giftschlangen trennen Heetberg

23.04.2013

Heetberg Westlich bis südwestlich von der Stadt Friesoythe liegt das an den Fluss Marka grenzende Heetberger Moor. Mitten in diesem Moor, nördlich vom Hof Holtmann, Neuscharreler Allee 43, stand vor vielen Jahren ein Berg, der große Heetberg. Heet bedeutet Heide. Weiter südlich vom großen Heetberg, aber nördlich von Ellerbrock, an der Marka gelegen, stand der kleine Heetberg. Zwischen diesen beiden Bergen, etwa im Bereich der Straße „Im Trifft“, lagen die Addernberge. Das waren kleine Anhöhen aus Sand. Die Addernberge haben ihren Namen von der Adder. Das ist Plattdeutsch für Kreuzotter, eine Giftschlange. Wahrscheinlich haben dort früher diese Giftschlangen gelebt. Alle diese Berge wurden abgetragen. Der große Heetberg gab der Ortschaft Heetberg schließlich den Namen.

1820 erst Siedler

Über die erste Besiedelung Heetbergs bzw. Gründung von Heetberg gibt es widersprüchliche Angaben. Der Heimatforscher Landwirtschaftsrat Heinrich Schulte aus Friesoythe schreibt 1930, dass die ersten Siedler sich vermutlich ca. 1820 auf dem Heetberg niedergelassen haben. 1942 schreibt derselbe Autor, dass die kleine Ortschaft Heetberg sich seit 1848 entwickelte. Heinrich Schulte nennt leider keine Quellen. In der Firmungsliste des Jahres 1833 der katholischen Kirche von Markhausen wird eine Angela Merjans zu Hedberg erwähnt. Es konnte nicht nachgewiesen werden, wer diese Angela Merjans war. Die ersten Tauf-, Heirats- und Sterbeeinträge für Heetberg in den Kirchenbüchern von Markhausen beginnen ab 1838. Erstmals wird die Ortschaft Heetberg im Hof- und Staatskalender des Großherzogthums Oldenburg für 1844 erwähnt.

Im Staatsarchiv Oldenburg befindet sich ein Dokument vom 28. Juli 1837. Dieses Datum gilt als die Gründung Heetbergs. An diesem Tag erschienen vor dem Amtsmann in Friesoythe die Ausschussmänner des Kirchspiels Markhausen – Joseph Abeln, Harm Hüntelmann und Wienke Gehlenborg und die fünf neuen Anbauer Stephan Meerjans, die Ehefrau von Gerd Heinrich Böhmann, Johann Heinrich Schrader, Gerd Timmen und Angela Pigge, alle aus Markhausen. Die Markgenossen beabsichtigten, Land im Bereich des Heetbergs in der Markhausener Mark an die fünf interessierten Anbauern zu verkaufen.

Alles rund um Heimatgeschichte

Der Heimatverein Neuscharrel wird in nächster Zeit mehr über die Geschichte des Ortes berichten. Den Auftakt macht an diesem Dienstag die Historie von Heetberg, die Dirk Unterbrink, Mitglied des Heimatvereins und Archivar des Bischöflich Münsterschen Offizialats, zusammengetragen hat. Im nächsten Teil geht es um Spitznamen und Beinamen von Neuscharrelern.

Die Neubauern Meerjans, Böhmann, Timmen und Pigge mussten 107 Thaler für das Land bezahlen, Schrader dagegen nur 100 Thaler. Der Kaufpreis war an Michaelis 1837 (d.h. am 29. September 1837) an den Kirchspiels-Rechnungsführer zu zahlen.

Nach der Zählung von 1855 gab es acht bewohnte Gebäude und Haushaltungen mit insgesamt 45 Einwohnern. 1875 gab es zwölf Wohnhäuser, zehn Haushaltungen und 51 Einwohner, 1933 sieben Wohnhäuser, sieben Haushaltungen und 48 Einwohner.

Alt- und Neu-Heetberg

Die heutige Ortschaft Heetberg setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Die Bewohner von Heetberg sagen heute noch Alt-Heetberg und Neu-Heetberg. Alt-Heetberg entstand auf der Markhausener Mark. Er gehörte bis 1948 kirchlich und politisch zu Markhausen. Seit 1948 gehört er zu Neuscharrel. Neu-Heetberg liegt auf der Friesoyther Mark. Dieser Teil gehörte kirchlich und politisch seit Jahrhunderten zu Friesoythe. Die Grenze zwischen der Markhausener Mark und der Friesoyther Mark liegt zwischen den Höfen Meemken und Ortmann bzw. Timp Jan. Die Höfe Ortmann und Timp Jan gehörten ursprünglich zu Friesoythe.

Im Jahre 2012 bestand Heetberg seit 175 Jahren. Der Heimatverein Neuscharrel würde sich sehr freuen, wenn ihn alte Bilder, Karten und sonstige Infos über den Heetberg zur Verfügung gestellt würden, um sie zu digitalisieren und den Nachkommen zu erhalten.

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