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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

WINTER: Glatteis: 60 Knochenbrüche

10.02.2010

CLOPPENBURG Groß war die Freude über den ersten Schnee des Winters. Noch größer ist jetzt aber der Verdruss über vereiste Straßen, Gehwege und Plätze. Denn der Schnee, der die Region in der Vorweihnachtszeit in eine hübsche Winterlandschaft verwandelt hatte, ist mittlerweile mehrmals angetaut und wieder festgefroren. Was bleibt, sind massive Eispanzer, blaue Flecken und Knochenbrüche.

Die chirurgische Abteilung des St.-Josefs-Hospitals hat in den vergangenen Wochen „einen noch nie da gewesenen Anstieg an Verletzungen zu behandeln“ gehabt, wie Chefarzt Dr. Lucien Olivier auf Anfrage der NWZ erklärte. Zwischen 50 und 60 Brüche seien operativ zu behandeln gewesen, darunter komplizierte Brüche an Sprunggelenk und Hüfte. „Allein in den letzten drei Tagen hatten wir 15 Brüche von Handgelenken“, so Oliver. Vor allem ältere Menschen seien betroffen. „Die Betten sind alle belegt, und die Intensivstation ist rappelvoll“, sagte der Chefarzt.

Der Chefarzt des St.-Marien-Hospitals in Vechta, Dr. Wolfgang Eichler, spricht vom „schlimmsten Tag, den wir je hatten“. 45 Patienten seien allein am Montag eingeliefert worden, davon über 90 Prozent mit Knochenbrüchen.

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„Wir tun, was wir können, aber wir können nicht überall sein“, entschuldigt sich Cloppenburgs Stadtsprecher Klaus Niemann, und macht auf das Dilemma der Stadt aufmerksam: „Die Preise für Streusalz sind sehr hoch, die verfügbaren Mengen sehr gering.“ In der Tat sind die Salzpreise in den vergangenen vier Wochen auf das Vierfache gestiegen. Pro Tonne Streusalz werden mittlerweile 260 Euro fällig – wenn man welches bekommt. Aus diesem Grund sei die Kreisstadt jetzt auf Split umgestiegen, um Straßen und öffentliche Plätze abzustumpfen, so Niemann. Der Nachteil bei Split: Unter einer leichten Neuschneedecke wie am Dienstag verschwindet er und verliert seine Wirkung.

Nicht viel anders ist die Situation in den anderen Kommunen des Kreises. In der Gemeinde Garrel haben vereiste Schulwege „oberste Priorität“, versichert Bürgermeister Andreas Bartels. Erst danach würden Hauptgeschäftsstraßen und Wohngebiete gestreut. Im Gegensatz zur Stadt Cloppenburg hat die Gemeinde Garrel noch Streusalzreserven, „allerdings nicht genug, um flächendeckend zu streuen“, erklärt Bauamtsleiter Ewald Bley. Auch auf Schulhöfen und öffentlichen Plätzen könne nur partiell gestreut werden.

Und wie ist die Versicherungslage bei Unfällen auf kommunalen Flächen? Wen die Unfallschuld trifft, sei im Einzelfall zu prüfen, sagen Niemann und Bartels. Besonders älteren und gehbehinderten Menschen raten sie daher, das Haus nach Möglichkeit nicht zu verlassen.

„Etwas besorgt, aber nicht panisch“ beurteilt Hans Hochartz, stv. Vorsitzender des Seniorenbeirats Cloppenburg, die Lage. Er wünscht sich, dass die jüngere Generation die Fußwege vor den Häusern räumt. Das Verantwortungsbewusstsein der älteren Generation sei ausgeprägter.

siehe Region, S.9

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