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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Gülleentsorgung im großen Stil

21.03.2020
Betrifft: „Lösung des Gülleproblems?“ (NWZ am 19. März 2020)

Die Politiker sollten der Bevölkerung im Nordkreis klar sagen, dass es sich bei den geplanten Projekten um Entsorgungsbetriebe handelt. Es werden je Projekt eine Million Tonnen (circa 300 Lkw/pro Tag) Gülle/Mist pro Jahr angeliefert. Es fallen im Jahr circa 800 000 Kubikmeter (2,25 Kubikmeter pro Minute) Schmutzwasser an, die in der Sagter-Ems verklappt werden. Falls beim Aufarbeitungsprozess der Gülle noch Giftstoffe anfallen sollten, müssen diese auf einer Deponie entsorgt werden (Tierkörperbeseitigungsanlagen/Müllverbrennungsanlagen/Kläranlagen sind ja auch Entsorgungsbetriebe). Die Landwirte werden für die Gülleentsorgung bezahlen müssen. Die Entsorgung ist nicht zum Nulltarif zu haben.

Die Gemeinde Goldenstedt hat sich gegen den Bau einer kleinen Gülleentsorgungsanlage (circa 200 000 Tonnen pro Jahr) entschieden. Molbergen hat den Bau eines Schlachthofs abgelehnt. Beide Gemeinden haben sich klar zum Umweltschutz und zum Schutz der Bevölkerung bekannt.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde Saterland und Barßel ist positiv. Durch den Bau der Anlagen wird der wirtschaftliche Aufschwung gebremst. Die jungen Arbeitskräfte werden in andere Regionen abwandern. Firmenansiedlungen im Saterland und Friesoythe werden durch die Anlagen erschwert. Auch wird es wahrscheinlich keine weiteren Firmenansiedlungen am C-Port (außer Entsorgungsbetriebe) mehr geben. Wer möchte schon zwei Stinkfabriken in der Nachbarschaft? Weitere Stallbauten für die Tierhaltung im Oldenburger Münsterland sind laut H. Stucke ausdrücklich gewünscht. Es gibt bereits im Nordkreis über 60 Biogasanlagen (43 in der Gemeinde Friesoythe), die könnte man auch auf Biomethan umstellen. Benötigt man dann noch eine weitere Anlage der Firma Revis bioenergy für eine Millionen Tonnen Mist und Gülle?

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Für die Orte Sedelsberg und Neuscharrel wird es sehr schwierig, neue Gewerbe- und Baugebiete auszuweisen (zu hohe Emissionen sind zu erwarten). Der Angelverein wird an der Sagter-Ems im Trüben fischen (falls es dann noch Fische gibt) und der Wassersportverein wird auf einer Kloake schippern.

Die Bevölkerung des Nordkreises hat ein Anrecht auf Informationen durch die gewählten Ratsvertreter. Ein Bürgermeister und ein Landrat auf Tauchstation, das ist völlig unakzeptabel. Es geht hier nicht um die Firmen, die investieren wollen, es geht um die Lebensqualität der Bevölkerung. Das haben die Ratsvertreter nicht verstanden.

Johannes Grundau Altenoythe

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