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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Gut behütet

23.07.2019

Die Landfrauen aus Friesoythe waren unterwegs und das Strohmuseum in Twistringen stand als erstes auf dem Programm der Halbtagesfahrt. Fast 300 Jahre lang verdiente ein Drittel der Einwohner Twistringens mit der Strohverarbeitung in Heimarbeit, Gewerbe und Handel sein Geld. Das in dieser Form einzigartige Museum zeigt anhand zahlreicher Exponate die Geschichte und Entwicklung der Strohverarbeitung in Twistringen.

So konnten die Friesoytherinnen beobachten, wie ein Strohhut oder Trinkhalm und wie Malotten hergestellt und bearbeitet wurden. Kaum eine Teilnehmerin wusste zunächst, was eine Malotte ist. Sie diente damals zur Ummantelung von Weinflaschen für den Transport und deren Lagerung. Außerdem hatten die Frauen die Gelegenheit, den mit einem Durchmesser von 5,50 Meter größten Strohhut der Welt zu besichtigen. So manch eine Landfrau kam nach dem Besuch des Museumsladens gut „behütet“ zur Gruppe zurück.

Als nächstes stand der Garten der Familie Bellersen auf dem Programm. Stattliche 5500 Quadratmeter misst der Garten der Familie in Mörsen. Nach dem Eingang zeigen neue Wegweiser die Route durch den in verschiedene Themenbereiche aufgeteilten Garten. Der fernöstliche Teil mit seinem künstlich angelegten Teich beinhaltet neben Kois auch verschiedene Wasserpflanzen. Im mediterranen Teil befinden sich unterschiedlich gebaute Springbrunnen, liebevoll gestaltete Wege und Torbögen und sehr vieles mehr. Der Garten ist eine Reise wert, waren sich die Landfrauen einig.

Eng wurde es auf der großen Wasserfläche des Sport- und Spielteiches in Friesoythe. Selbst leichtere Kollisionen waren nicht ausgeschlossen, denn schließlich wollten alle Kapitäne ihre Segel- und Motorschiffe von den schönsten Seiten zeigen. Der Grund liegt auf der Hand, denn der Schiffsmodellbauclub (SMC) Hansestadt Friesoythe veranstaltete bei herrlichem Sommerwetter sein großes „Schaufahren“ auf dem großen Teich hinter der Burgwiese.

Mit über 100 km/h flitzten die Modelle übers Wasser. Am und auf dem Sport- und Spielteich in Friesoythe bekamen die Zuschauer am Wochenende eine große Bandbreite an imposanten Modellschiffen und -booten zu sehen. Unter den Modellbauclubs wurde ordentlich gefachsimpelt. Auf Tischen wurden die prächtigen Modelle präsentiert. „Man tauscht sich zum Beispiel darüber aus, was man an den Modellen noch besser machen kann“, so der Vorsitzende des SMC Friesoythe, Werner Hollmann. Für die Zuschauer bot der Friesoyther Schiffsmodellbauclub ein großes Spektakel rund um die Schifffahrt. Da gingen Unterseeboote auf Tauchfahrt, jagten Rennboote mit hohen Geschwindigkeiten über das Wasser, zeigten Schlepper ihr Können oder dümpelten Kreuzfahrer auf dem Teich. Die Schiffe sind voll funktionstüchtig. Das gilt für die kleinen Modelle von zehn Zentimetern Größe bis zu den großen Modellen, die schon mal fünf Meter lang sein können. Lange dauert es, bis ein Modellschiff die heimische Werft verlassen kann. Da die meisten Modelle nicht aus dem Baukasten stammen, sondern von ihren Besitzern in mühevoller Kleinarbeit selbst gefertigt werden, wird der größte Teil der Freizeit dafür verwendet.

Rund 50 Boote aller Klassen tummelten sich auf dem Gewässer. Die Hobbyfahrer kamen aus Bremen, Diepholz, Oldenburg, Bad Zwischenahn oder Berlin. Die Schiffe wurden von ihren Eignern von Land aus ferngesteuert. Die Eigner gaben auch gerne Auskünfte zu ihren Modellen. Für Bootsbesitzer und Zuschauer war bestens mit Kaffee, Kuchen und Grillwurst gesorgt.

Da es für den Anbau des Don-Bosco-Kindergartens in Friesoythe kein großes, offizielles Richtfest geben wird, haben die Mädchen und Jungen selbst eine kleine Baumkrone gestaltet. Die Zimmermänner der Zimmerei Diekmann waren so nett und hatten das geschmückte Bäumchen an das Dach gehämmert. Danach wurde ganz offiziell ein Richtspruch vom Dach gesprochen. Zusammen mit den Kindern wurde dann das Lied: „Wer sich auf Gott verlässt“ gesungen. Zum Abschluss gab es eine Runde Eis für alle.

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