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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Gutachter sind für Gleichstrom

17.03.2017

Cappeln Die Pläne für die Tennet-Stromtrasse zwischen Conneforde über Cloppenburg nach Merzen müssen noch einmal von Grund auf überarbeitet werden. Zu diesem Schluss kommen jedenfalls Prof. Dr.-Ing. habil. Heinrich Brakelmann und Prof. Dr. Lorenz Jarass, die die Planungen einer wissenschaftlichen Untersuchung unterzogen haben und sie für nicht schlüssig befunden. Jarass hat das Gutachten, das im Auftrag der Gemeinde Cappeln erstellt worden ist, am Donnerstagnachmittag im Cappelner Rathaus vorgestellt.

Wichtigstes Ergebnis: Die Gleichstromleitungen für den Offshore-Windstrom sollten ohne Konvertierung im Raum Cloppenburg nach Süden weitergeführt werden. Auch Onshore-Strom aus dem Raum Cloppenburg – zum Beispiel aus Wind, Sonne oder Biomasse – sollte mit Gleichstromleitungen in den Süden übertragen werden. Dann brauche man nur einen Konverter, die Umspannwerke wären überflüssig, so Jarass.

Für die Auswahl der Trasse sei der Umfang der möglichen Teilverkabelung entscheidend. Die Kommunen sollten deshalb dringend Erdkabellösungen in das Raumordnungsverfahren einbringen.

Unstrittig ist für die beiden Wissenschaftler, die auch als Gutachter vor Gericht gefragt sind, dass der Strom aus den erneuerbaren Energien in den Süden transportiert werden muss. „Denn die neuen Leitungen haben nichts mit der Stromversorgung der hiesigen Region zu tun“, sagte Jarass.

Mitentscheidend für die Schlüsse, die er und sein Co-Gutachter gezogen haben, ist die Tatsache, dass überhaupt noch nicht geklärt ist, wie der Strom von Merzen aus weitertransportiert wird. Die dort vorhandene Kapazität reiche nicht aus, um die aus dem Raum Cloppenburg kommenden Mengen weiterzuführen. Im Übrigen sei der Bau von Drehstromleitungen, so wie sie hier geplant würden, schon überholt, was auch der neue Netzentwicklungsplan 2030 feststelle. In ihm würden Gleichstromleitungen bevorzugt. Sie seien optimal für Stromtransporte über längere Strecken. Als kritisch könnte sich herausstellen, dass die Tennet-Pläne so weit gediehen sind, dass sich niemand mehr traut, Stopp zu sagen.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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