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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

,Hätte nicht gedacht, dass Bewohner so dankbar sind‘

17.03.2008

CLOPPENBURG Einen sozialen Beruf will sie nicht ergreifen. Trotzdem leuchten ihre Augen, wenn sie von der vergangenen Woche erzählt: die 17-jährige Kaya Mitchell aus Delmenhorst.

Im Hildegard-Stift, einem Altenheim ihrer Heimatstadt, hat sie im Rahmen der „Aktion Szenenwechsel“ fünf Tage lang alte Menschen hautnah erlebt. „Ich hätte nicht gedacht, dass die Bewohner des Heimes so dankbar sind“, ist sie überrascht. „Schon dafür, dass ich einer Frau einen Becher gereicht habe“, erzählt die junge Frau beim Abschluss des Szenenwechsel in der Cloppenburger Werkstatt für Behinderte. Oder dafür, dass sie mit einer gebürtigen Schlesierin Fotos aus deren Heimat angeschaut habe.

Dass das Berufsziel nach ihrem Abschluss in der Delmenhorster Gesamtschule „Mediendesignerin“ lautet, ist für Caritasdirektor Dr. Ger-hard Tepe und Diakonievorstand Wolfgang Bartels kein Problem. „Menschen in den Randbereichen der Gesellschaft zu erleben, prägt Jugendliche im guten Sinne“, sind sich die Sozialmanager einig, „ob sie später als Mutter für ihre Kinder sorgen, Kaufmann oder Richter werden.“

Und so mancher hat in der 11. Veranstaltung der oldenburgischen Landesverbände von Caritas und Diakonie sowie der kirchlichen Jugendverbände BDKJ und EJO seine beruflichen Neigungen getestet: „Für mich ist klar, dass ich Gesundheits-Management studieren will“, freut sich der 20-jährige Daniel Kalka nach seinem Einsatz ebenfalls im Hildegard-Stift.

Noch weniger sicher ist sich dagegen Insa Beilage aus Oldenburg. Mit verhaltensauffälligen Acht- bis Zwölfjährigen hat die 17-Jährige im Projekt „Soziale Gruppenarbeit“ im Oldenburger Stadtteil Osternburg Naturspiele gemacht, Ostereier ausgeschnitten und einen Fahrradparcours durchfahren. Weil sie zwar in den sozialen Bereich gehen möchte, aber noch nicht weiß, was das richtige ist, war der 2008er Szenenwechsel ihr dritter.

Noch keinen beruflichen Druck hat sich Ines Bramlage aus Visbek-Rechterfeld gemacht. „Ich hatte in den Osterferien eh nichts besseres vor“, sagt die 16-jährige Schülerin des Vechtaer Gymnasiums Unserer Lieben Frau. Und berichtet stolz, dass sie im Goldenstedter Sankt-Franziskus-Stift schon ab dem zweiten Tag auch mal selbstständig etwas machen durfte.

Insgesamt haben am Szenenwechsel vom 10. bis zum 15. März 223 Jugendliche aus dem gesamten Oldenburger Land teilgenommen. Schirmherr des freiwilligen und kostenlosen Sozialpraktikums war der für die Jugendarbeit beim SV Werder Bremen Verantwortliche Uwe Harttgen.

Favoriten unter den Einsatzstellen waren für die 181 weiblichen und 42 männlichen Szenenwechsler Kindertagesstätten, gefolgt von Altenheimen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Insgesamt standen 168 unterschiedliche Einrichtungen zur Verfügung.

Infos zum Projekt: Landes-Caritasverband Vechta, Ludger Niehaus, 04441/87 07 0; Diakonisches Werk, Theo Lampe, 0441/21 001 0; Internet

www.szenenwechsel.de

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