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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

So soll ein Geisterdorf verhindert werden

16.02.2018

Harkebrügge Rund 50 Interessierte waren am Mittwochabend der Einladung der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Harkebrügge in das Pfarrheim St. Marien gefolgt, um am zweiten politischen Aschermittwoch teilzunehmen. Der stand unter dem Motto „Bürger fragen – Politiker antworten“. Dabei ging es um das Thema „Stadt – Land – Flucht – demografischer Wandel auf dem Lande“.

„Es geht uns um Zukunftsperspektiven des Ortes Harkebrügge. Mit der Veranstaltung wollen wir mehr Transparenz schaffen“, meinte Heinz Frerichs, Vorsitzender der KAB, in der Begrüßung. „Steigende Geburtenraten reichen nicht aus, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken, da viele junge Leute vom Land in die Städte ziehen“, betonte Moderator Klaus Claassen, der neben den Harkebrügger Ratsmitgliedern Pfarrer Ludger Becker, Landrat a.D. Hans Eveslage und als Vertreter von Bürgermeister Nils Anhuth den Bauamtsleiter Hans Schulte willkommen hieß. „Wir leben nicht auf einer Insel der Glückseligkeit. Wenn wir nicht ahnungslos abdriften wollen, müssen wir im Dorf etwas tun“, so Frerichs. Viele Geschäfte seien nicht mehr da. Einzelhandel, Bank, Post, Landwirtschaft verschwänden aus dem Ortsbild.

„Was haben wir noch?“, fragte sich Frerichs. Die Abwanderung junger Menschen in die Städte mache den kleinen Landgemeinden zu schaffen. Dennoch forderte Claassen dazu auf, die Herausforderungen anzunehmen, statt sich weg zu ducken. Große Themen der Zukunft für die Menschen auf dem Land würden die ärztliche Versorgung, das kulturelle Programm, das Vorhalten der öffentlichen Infrastruktur, die Freizeitqualität durch Vereine und Verbände sowie der Einkauf vor Ort sein.

Um attraktiv zu bleiben, sei es für die Landgemeinden wichtig, Familien für die Orte zu gewinnen und damit Kinder und Schüler, Auszubildende und Studenten, die möglicherweise auch selbst einmal vor Ort bauen und arbeiten würden. Dazu müsse ein Ziel sein, optimalen Wohnraum zu schaffen und den Menschen ein erfülltes Leben bieten zu können. Es müsse versucht werden, ein zukunftsfähiges, attraktives Schulangebot zu schaffen und einen attraktiven öffentlichen Personen-Nahverkehr zu halten. „Sonst wird Harkebrügge zu einem Geisterdorf“, so Moderator Claassen.

„Wir müssen das ,Wir-Gefühl’ im Ort mehr stärken“, meinte Johannes Wernke (KAB). „Der demografische Wandel wird sich nicht aufhalten lassen. Es liegt aber an uns selbst, Sorge dafür zu tragen, dass wir im Ort vorwärts kommen“, so Ratsherr Rainer Tiedemann (CDU). Nicht ganz so schwarz sah Ratsherr Jürgen Schumacher (SPD) die Situation: „Wir haben im Dorf ein intaktes, aktives Vereinsleben.“ „Den Einzelhandel können wir nur stärken, wenn wir selbst vor Ort in den Geschäften einkaufen“, meinte Waltraud Frerichs (Bürgerfraktion).

Auch im nächsten Jahr soll der politische Aschermittwoch in Harkebrügge wieder stattfinden.

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