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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Vortrag: Hendricks stellt sich Kritikern

22.05.2017

Stapelfeld Mit ihren „neuen Bauernregeln“ hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) vor wenigen Monaten viele Landwirte gegen sich aufgebracht, die Ministerin muss sich öffentlich entschuldigen, die Kampagne wird zurückgezogen. Nun stellt sie sich ihren Kritikern persönlich: bei einer Diskussionsrunde in der Katholischen Akademie Stapelfeld.

Im Publikum sitzen am Samstagnachmittag gut 70 Zuhörer, darunter aktive Landwirte und Vertreter der Bauernverbände. Und selbstverständlich lässt sich unter anderem Hubertus Berges, Erster Vorsitzender des Landvolks Cloppenburg, nicht nehmen, den Besuch aus Berlin für diese Bauernregeln zur Rede zu stellen.

Hendricks entschuldigt sich zwar für die Kampagne („Das ist falsch angekommen“), aber in der Sache bleibt sie standhaft: „Alle wissen, dass sich etwas ändern muss – auch aktive Landwirte.“ Jeden Tag werde sie in ihrem Amt mit den dramatischen Folgen der heutigen Landwirtschaft konfrontiert. Die Belastungsgrenze der Natur werde zu oft überschritten: zuviel Nitrat im Grundwasser, zuviel CO2 in der Luft, immer mehr ausgelaugte Böden, immer weniger Tierarten, zählt Hendricks auf. Das Bienensterben – nicht nur, aber auch verursacht durch die Landwirtschaft – nimmt sie als Symbol für diese „besorgniserregende Entwicklung“: „Die Landwirtschaft beraubt sich selbst ihrer Grundlagen“, mahnt sie.

Dennoch ist die Umweltministerin sich sicher: „Landwirtschaft hat Zukunft“ – wenn sie auch sozial und ökologisch ist. Um das zu erreichen, setzt die SPD-Politikerin auf die Agrarsubventionen, die Bundesministerin tritt ein für eine Umstellung des europäischen Fördersystems. Nach ihrem Willen soll das Geld künftig an diejenigen Bauern gehen, die sich um das Gemeinwohl verdient machen, um Artenschutz etwa oder Landschaftspflege. Das Prinzip „wachse oder weiche“ dürfe jedenfalls nicht länger von der Politik auch noch unterstützt werden.

Die Bundesumweltministerin hat sicher nicht jeden Bauern aus dem Publikum besänftigt. Dennoch wird Hendricks am Ende für die Fahrt ins Oldenburger Münsterland belohnt – ausgerechnet mit einem Glas Honig aus den Bienenstöcken der Katholischen Akademie Stapelfeld.

Stefanie Dosch Newsdeskmanagerin / Politikredaktion
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