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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Hilfe mit ganz viel Idealismus

19.09.2014

Bösel Die Ladepapiere sind da, der Lastwagen gepackt und das Begleitfahrzeug steht auch bereit: An diesem Sonnabend starten acht Mitglieder des Litauenausschusses der Böseler Kolpingfamilie mit dem Hilfstransport – zum mittlerweile 16. Mal. „Nach dem Reisesegen von Pfarrer Stefan Jasper-Bruns geht es um 6 Uhr los“, berichten Frank Linke, Vorsitzender des Arbeitskreises, und Heiner Meinerling, Vorsitzender der Kolpingfamilie in Bösel.

Rund 3000 Kilometer bringen der Laster und das Begleitfahrzeug in zwei Tagen hinter sich. Etwa auf der Hälfte der Strecke, im polnischen Miroslawic, wird in einer Privatunterkunft übernachtet. Der Plan sieht vor, am Sonntagabend gegen 17 Uhr in Miroslavas anzukommen. Auf den deutschen Autobahnen ist der Laster – der Auflieger stammt von der Garreler Osteuropahilfe, das Zugfahrzeug stellt die Firma Lübbe zur Verfügung – als Hilfstransport mautbefreit, anders als in Polen.

Die Grenzüberfahrten zunächst nach Polen, dann nach Litauen seien bis vor einigen Jahren eine echte Tortur gewesen. Jeweils sechs bis sieben Stunden Wartezeit waren keine Seltenheit, schließlich mussten die Fahrzeuge komplett verzollt werden. Seit aber beide Staaten in der EU seien, gehe das reibungslos, berichten Linke und Meinerling.

Ziel des mittlerweile 16. Hilfstransports ist erneut die Gemeinde Miroslavas, rund 15 Kilometer von der nächst größeren Stadt Alytos entfernt. Vor Ort ist der Pastor von Miroslavas, Antanas Matusevicius, Ansprechpartner für die Helfer aus Bösel. Denn die Hilfsgüter kommen nicht alleine den Einwohnern der Gemeinde Miroslavas zugute. Die Böseler bringen Hilfsgüter in einem Umkreis von rund 100 Kilometern zu Einrichtungen wie Schulen, Pfarrheimen, Kinder- oder Altenheimen. „Dort, wo die Hilfe am nötigsten ist, wollen wir auch helfen“, sagt Heiner Meinering. Für Familien, die dringender Hilfe bedürfen, haben die Böseler Familienpakete geschnürt. Die enthalten etwa Lebensmittel und Hygieneartikel, die die Kolpingjugend vor Böseler Supermärkten gesammelt hatten.

In diesem Jahr haben die Böseler etwa 15 Pflegebetten geladen, die einem Hospital sowie den Maltesern in Alytos zukommen sollen. Geladen sind zudem Matratzen, vor allem Kleidung für Jung und Alt, Gehhilfen oder Rollatoren. Im Gepäck haben die Böseler auch 180 Stapelstühle für eine Schule in Polinuonas. Auch die Malteser-Außenstelle in der Nähe wird besucht – eine kleine Gegenleistung dafür, dass die Malteser aus Lutten-Goldenstedt ihren Bully ausgeliehen habe. Ebenso werden Edmund Oltmann, Reinhold Willenborg, Martin Willenborg, Jürgen Dirks, Günter Scheloske und Dieter Przybille mitfahren. Sie alle sind mit viel Idealismus dabei. Eine Woche lang werden sie in Litauen unterwegs sein – untergebracht sind sie in der Zeit in Privatunterkünften.

„Wir wollen, dass so viel Hilfe wie möglich in Litauen ankommt“, begründet Frank Linke. Dabei habe sich seit dem ersten Hilfstransport 1999 schon vieles zum Besseren gewendet, auch wenn die Landbevölkerung noch immer in sehr ärmlichen Verhältnissen leben würde. Als erledigt sehen die Böseler Kolpinger ihre Arbeit damit noch nicht an, auch wenn sie auf die „Hilfe zur Selbsthilfe“ setzen. Gleichwohl gebe es schon Überlegungen, wie man der Hilfsaktion weiterentwickeln kann – etwa im Bereich Berufsausbildung.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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