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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Hoheging wird zur Wüste

07.06.2019

Hoheging Jetzt haben es die Hoheginger schwarz auf weiß: Ein von der Gemeinde Emstek in Auftrag gegebenes Gutachten belegt, dass das seit Jahren beobachtete Baumsterben rund um die Brunnenanlagen des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) sehr wohl im Zusammenhang mit dem fortwährenden Absenken des Grundwasserstands durch den OOWV steht.

Emsteks Bürgermeister Michael Fischer und Bauamtsleiter Theo Eveslage haben das Gutachten am Donnerstag an Rolf Frilling, Vorsitzender des Dorfvereins Hoheging-Kellerhöhe-Bürgermoor, und Bernhard Rebel sowie Heinz Janßen als CDU-Beauftragtem in dieser Angelegenheit übergeben. Autor ist Diplom-Ingenieur Jürgen Braukmann vom Sachverständigenbüro für Bäume, Bodenanalytik und Vegetationstechnik in Loy in der Gemeinde Rastede. Er hat unter anderem den Zuwachs von drei gefällten Eichen untersucht und ihn eindeutig als reduziert erkannt. Reduziertes Wachstum sei unmittelbare Folge von Wassermangel im Wurzelraum.

Braukmann widerlegt damit das Skandalgutachten, das seinerzeit der private Oberforstrat Uwe Albers (Köln) dem OOWV vorgelegt hatte, und das von Beginn an von Frilling und seinen Mitstreitern bezweifelt worden war: „Wir sind zwar keine Fachleute, aber wir können die Natur beobachten“, so Frilling. Albers hatte gesagt, die Stieleichen an der Straße Am Schützenplatz hätten nie Kontakt zum Grundwasser gehabt. Die Anwohner sind da ganz anderer Meinung.

Um der Misere Herr zu werden, müsse der OOWV seine Fördermengen wieder reduzieren. 1975 lag der Grundwasserstand bei 2,40 Meter, 1992 bei 3,60 Meter, 2018 bei 5 Meter. Die gesunkenen Stände verlaufen zeitlich parallel zu den erhöhten Fördermengen des OOWV. Frilling und Co. fordern eine nachhaltige Förderung, das heißt, sie dürfe der Umwelt nicht schaden. Wenn es so weiter gehe wie bisher, werde Höltinghausen zur Wüste. Und das wolle man der nächsten Generation nicht antun. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies hat unterdessen seinen Besuch in Hoheging für den 14. Juni angekündigt.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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