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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Hospital verhandelt mit Emsteker Ex-Chefarzt Kuhn

12.03.2014

Cloppenburg Der ehemalige Orthopädie-Chefarzt des inzwischen geschlossenen Emsteker St.-Antonius-Stifts, Dr. Harald Kuhn (54), ist als Kooperationsarzt am Cloppenburger St.-Josefs-Hospital im Gespräch. Das bestätigten Kuhn selbst und der Pressesprecher der Klinik, Jan-Stephan Schweda, am Dienstag auf NWZ -Anfrage.

2011 fristlose Kündigung

Spektakulär wird der mögliche Coup bei einem Blick auf die Vorgeschichte: Der Cloppenburger Kuhn war im Januar 2011 von dem anschließend gescheiterten Sanierer der damaligen Katholischen Kliniken Oldenburger Münsterland (KKOM), Helmut Themann, im wahrsten Sinne des Wortes vor die Tür gesetzt worden. Themann – so Kuhns Darstellung – habe kurz vor Weihnachten 2010 einen Dienstfreizeitausgleich für seinen damaligen Chefarzt widerrufen, den er selbst zuvor unterschrieben hatte. Der unter Kollegen und Patienten angesehene Mediziner trat seinen Urlaub trotzdem an – und bekam die Kündigung.

Kuhn wehrte sich und bekam in einer ersten internen Instanz Recht. Weil die Klinikleitung aber auf ihrer Position bestand, ging es zuerst vor das Arbeitsgericht in Oldenburg, dann vor das Landesarbeitsgericht. Beide Instanzen urteilten im Sinne Kuhns. Im Mai 2012 zog die Klinik schließlich die Kündigung zurück, Kuhn schied dann zum 30. September 2012 aus. Versüßt wurde ihm der Abschied mit einer Abfindung von 1,2 Millionen Euro. Ein Jahr später wurde das St.-Antonius-Stift im Zuge des Kliniksanierungsplans geschlossen.

Pressesprecher Schweda glaubt nicht, dass von den damaligen Auseinandersetzungen bei Kuhn noch etwas hängen geblieben ist. „Dafür ist er viel zu sehr Profi.“ Darüber hinaus habe mit dem damaligen Sanierer Themann die zentrale Figur auf Seiten der KKOM, zu denen neben Cloppenburg auch Emstek gehörte, das Haus verlassen. Zurzeit befinde man sich mit Kuhn in „intensiven Gesprächen“, die bereits „weit gediehen“ seien. Es gebe jedoch noch keine vertragliche Einigung. Das bestätigt auch Kuhn, der von Gesprächen in „freundschaftlicher Atmosphäre“ spricht.

Enge Anbindung

Mit einer Verpflichtung Kuhns möchte das St.-Josefs-Hospital nach Angaben von Schweda vor allem sein Leistungsspektrum in der Unfallchirurgie und in der Orthopädie (wieder) ausbauen. So will die Klinik mit Kuhns Hilfe unter anderem die finanziell lukrative und Renommee fördernde Lizenz zum Verletztenartenverfahren wiedererlangen. Kuhns Tätigkeiten sollten auch und vor allem eng an die Unfallchirurgie angebunden sein, so Schweda. „Daran hat vor allem der Chefarzt der Abteilung Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Dr. Martin Reuter, großes Interesse.“

Kuhn, der als Spezialist für Hüftgelenk- und Wirbelsäulenoperationen gilt, arbeitet zurzeit als Leitender Arzt für spezielle orthopädische Chirurgie am St.-Franziskus-Hospital Lohne. Kuhn: „Und das soll auch so bleiben. Wir haben hier in der Abteilung von Chefarzt Carlos Guzman wirklich ein gutes Ambiente.“

Für eine Tätigkeit in Cloppenburg würde Kuhn jedoch sein Engagement an der privaten Fachklinik für Orthopädie in Stenum aufgeben, wo er Leitender Arzt der Endoprothetik und der Fußchirurgie ist. Das Haus verfügt über 61 Betten auf drei Stationen und 100 Mitarbeiter. Jährlich gehen dort unter anderem 330 Wirbelsäulen-, 320 Hüft- und 280 Knieoperationen über den OP-Tisch. Ein Großteil der Patienten, die er – so Kuhn – in Stenum operiert habe, stammten aus dem Cloppenburger Raum. Und das sei wohl auch der Leitung des St.-Josefs-Hospitals nicht entgangen.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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