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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

„Ich will gar nicht zur Schule zurück“

13.10.2005

FRIESOYTHE FRIESOYTHE - Mit großer Begeisterung sind derzeit fast 130 Schülerinnen und Schüler des Friesoyther Albertus-Magnus-Gymnasiums in Betriebspraktika in der gesamten Nordwest-Region. Die willkommene Abwechslung vom normalen Unterricht steht für die elften Klassen in jedem Jahr vor den Herbstferien auf dem Lehrprogramm.

Die 16 bis 18 Jahre alten Jugendlichen sollen verschiednene Berufe ganz praktisch kennenlernen und damit erste Erfahrungen in der Berufswelt sammeln. Vom 4. bis zum 14. Oktober sind die 129 Schüler bei insgesamt 110 Betrieben in der ganzen Region untergebracht. Das Praktikum ist Teil des regulären Wirtschaftsunterrichts, den die Schülerinen und Schüler in der elften Klasse erhalten. Lehrer und Parktikumsleiter Heinz-Wilhelm Berssen erläutert: „Das Praktikum ist ein wichtiger Baustein zur Berufs- und Studienwahl. Ein erfolgreiches Praktikum ist es dann, wenn der Schüler etwas für sein späteres Berufsleben gelernt hat. Diese Praktika haben deshalb einen immer höheren Stellenwert.“

Beispiele dafür, dass die Schülerinnen und Schüler keinerlei Scheu haben, mit unbekannten Menschen umzugehen, sind Anna Westermann (16) aus Wittensand und Stefanie Möller (16) aus Friesoythe. Anna macht derzeit in den Caritas-Werkstätten in Altenoythe ihr Praktikum und ist begeistert. „Ich würde am liebsten gar nicht mehr zur Schule gehen und hier gleich eine Ausbildung machen“, sagt sie. Zusammen mit den Behinderten stellt sie selbst Kerzen her oder unterstützt sie bei der Arbeit. Erst hatte Anna ein wenig Angst, aber sie wurde so herzlich begrüsst, dass sie diese schnell überwand.

Stefanie lernt in der Praxis von Rita von Garrel-Siemer in Friesoythe die Aufgaben einer Ergotherapeutin kennen. Sie hat oft mit den Patienten Mitleid, aber: „Wenn du Mitleid hast, dann hast du keine Chance in diesem Beruf, denn die Patienten wollen gefördert und nicht bemitleidet werden", sagt Rita von Garrel-Siemer. Sowohl Stefanie als auch Anna sind sich einig, dass sie später einen sozialen Beruf ergreifen wollen, und das trotz Gesundheitsreform und Pflegeabbau.

Eva-Maria Kösters (16) aus Neuscharrel hat sich bei der Auswahl ihres Praktikums ganz von ihrem Hobby inspirieren lassen. „Ich spiele gern Theater und möchte auch Schauspielerin werden. Deshalb war es für mich klar, mein Praktikum im Theater zu machen", sagt die Schülerin. Sie arbeitet hinter den Kulissen des Staatstheaters in Oldenburg und bekommt dort einen Einblick in die Herstellung eines Bühnenbildes. Sie lernt die Arbeit eines Theatermalers kennen und darf sich auch selbst mal an der Leinwand versuchen. Der Blick „auf die Bretter, die die Welt bedeuten“, gefällt ihr sehr.

In einem ganz anderen Bereich ist Björn Tepe(16) aus Friesoythe mit seinem Praktikum gelandet. Er bekommt Einblicke in den Arbeitsalltag der Industriekauffrauen und Männer beim Friesoyther Großunternehmen Leoni. Er ist begeistert davon, dass trotz der Größe des Betriebs eine nette Atmosphäre herrscht. Björn schaut sich meistens die Vorgänge in den Büros an und geht auch hin und wieder mit in die Produktion. Der 16-Jährige könnte sich durchaus vorstellen, eine Ausbildung als Industriekaufmann zu machen.

Sascha von Grönheim (17) aus Friesoythe ist sehr interessiert an Elektronik. Deshalb begleitet er die Mitarbeiter der Firma Zemke aus Bösel auf ihren Kundendienstfahrten und lernt auch die Werkstatt kennen. „Ich darf in der Werkstatt sogar selber alte Fernseher aufschrauben“, sagt Sascha.

Katharina Meyer (17) aus Harkebrügge macht im Praktikum genau das, was ihr Spaß macht. Sie ist beim Hochbauarchitekten Thomas Tangemann in Harkebrügge. Neben Hochbauarchitektur erfährt sie auch Interessantes über die Arbeit eines Innenarchitekten. „Ich glaube, das wäre später auch etwas für mich“, bilanziert sie ihr Praktikum.

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