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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Im Dorfpark soll der große Wurf gelingen

27.11.2015

Bösel Das Interesse der Böseler war am Mittwochabend groß – kein Wunder, ging es doch im Heimathaus um ein Kernanliegen der Dorferneuerung: den Dorfpark. Dessen Aussehen wird sich den Planungen zufolge komplett ändern. Der Arbeitskreis Dorferneuerung hatte den Architekten Matthias Kolhoff (Vechta) eingeladen, der die Planungen zur Umgestaltung vorstellte.

Zahlreiche Sitzung des Arbeitskreises für die Umgestaltung des Dorfparks waren vorausgegangen, bevor die Planungen nun bekannt gegeben werden konnten. „In Bösel tut sich was. Und das kann sich sehen lassen“, kündigte Arbeitskreis-Vorsitzender Herbert Bley an.

Landschaftsarchitekt Kolhoff berichtete von einer relativ guten Grundstruktur im Park mit schönem Baumbestand und dem zentralen Gewässer. Einige Gehwege sollen laut Planungen entfernt werden, die vorhandenen, die in zwei Schleifen durch den Park führen, werden auf eine Breite von 2,50 Meter verbreitert. Bänke, Lampen, Mülleimer sollen auf einen ein Meter breiten mit Natursteinen gepflasterten Gehweg-Bereich platziert werden. An den Eingangsbereichen zum Park sollen Säulen in rotem Klinker – versehen etwa mit dem Bösel-Wappen oder Schrift – entstehen.

Zwei Spielplätze

Verschiedene Plätze sollen im Dorfpark entstehen: einer um den Brunnen, der neu aufgesetzt werden soll, herum. Ein zweiter verbindet den Festplatz mit dem Dorfpark. Das Festzelt für das Schützenfest oder die Euro-Musiktage könnte künftig auf dem Festplatz stehen, aber zum Dorfpark hin geöffnet werden. Auf dem Platz davor – in Naturstein gepflastert – könnten verschiedene Buden aufgestellt werden.

Der Spielplatz Gartenstraße soll den Überlegungen zufolge in den Park verlegt werden. „Der bringt Leben in den Park“, so Architekt Matthias Kolhoff. Auf den Grundstücken entlang der Gartenstraße könnten Häuser – vier Wohneinheiten mit je rund 1000 Quadratmeter großen Grundstücken – entstehen. Im Park soll ein Spielplatz für Kinder von null bis sechs Jahren mit einem Kletterturm entstehen. Ein zweiter Spielplatz für ältere Kinder soll zwei große Kletterspinnen erhalten.

Diverse Aktivflächen

Weitere „Aktivflächen“ sind vorgesehen: eine mit Fitnessgeräten für ältere Menschen, eine mit einem Beachvolleyballfeld, eine mit zwei Boulefeldern und eine „Street-Workout-Anlage“, die mehrere Recks, Turnstangen oder anderen Kletterangebote enthält. Ein Streetballfeld mit einer in einen Hang eingelassene Sitzfläche ist ebenfalls skizziert. Dieses Feld könnte auch für die Euro-Musiktage als kleine Bühne genutzt werden – ebenso wie weitere Flächen im Park. Vom Streetballfeld soll ein kleiner Bachlauf in das Regenrückhaltebecken fließen. Das Becken soll drei Fontänen erhalten, die farblich gestaltet werden können. Das große Rondell erhält nach Osten einen Steg, der als Sichtverbindung zu den Bouleplätzen dient.

Außengastronomie

Eine weitere Überlegung: In den Sommermonaten könnte eine Außengastronomie eingerichtet werden: Entweder im Bereich des Brunnens, dann aber mit dem Nachteil, dass die Wege zu den Toiletten auf dem Festplatz lang sind. Oder im südlichen Bereich in der Nähe der geplanten Spielplätze. Dann betrüge die Entfernung zu den Toiletten nur noch rund 150 Meter.

Auch zu den Kosten machte der Architekt nähere Angaben: Die Umsetzung dieser Planung würde inklusive der Lichtgestaltung fast 1,6 Millionen Euro kosten; Licht- und Elektrotechnik machen alleine mehr als 350 000 Euro aus, so Kristin Christen vom Unternehmen OC Lichtplanung, Diepholz. Dunkle Bereiche entlang der Wege sollen vermieden werden. Bäume sollen angestrahlt werden. Lichter könnten auch in den Handlauf an der Brücke eingebracht werden. Der Boden des Rondells könnte mit LED-Projektionen etwa in Form von Noten bestrahlt werden.

Stimmen:

Viel Zustimmung fand die Planung bei den Besuchern im Heimathaus. Bedenken äußerten einige Anwohner aber ob der Nähe der Kinderspielplätze zu der Wasserfläche. Eine Anregung lautete, den Spielplatz mit einer Hecke oder ähnlichem abzugrenzen. Architekt Matthias Kolhoff entgegnete, die Entfernung von etwa 60 Metern sei aus seiner Sicht ausreichend. Auf die Frage nach den Folgekosten konnte der Architekt noch nicht konkret antworten, sicherlich müssten aber gerade der Aktivflächen gepflegt werden.

Mit auf den Weg nahm der Architekt auch die Anregung von zwei Böseler Mädchen, die sich im Namen von Böseler Jugendlichen einen Skatepark wünschten. Forderungen wurden aber auch laut, den gut frequentierten Spielplatz an der Gartenstraße zu belassen, denn dort hätten wenigstens die Anwohner ein Auge drauf – anders als im Park. Vandalismus drohe.

Bürgermeister Hermann Block informierte über das weitere Vorgehen: Der Gemeinderat werde sich in seiner Sitzung im Januar mit den Plänen befassen. Dann wird es auch um die Kosten und die Realisierbarkeit gehen. Die Pläne müssen bis zum 15. Februar 2016 planungsreif beim Amt für regionale Landesentwicklung in Oldenburg vorliegen. An Fördergeldern aus dem Dorferneuerungsprogramm könnten 53 Prozent der Kosten fließen.Den Förderbescheid erwartet die Gemeinde im Mai oder Juni 2016 – so sie denn zum Zuge kommt. Denn laut Block gibt es große Konkurrenz der Kommunen um die Dorferneuerungsmittel. Die Gemeinde kann noch rund eine Million Euro aus dem Topf der Dorferneuerung abrufen. 177 000 Euro sind für eine private und für weitere Maßnahmen wie dem neugestalteten Kreisverkehr an der Friesoyther Straße/Eschstraße bereits geflossen.

Reiner Kramer
stv. Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2901

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