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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Hospizdienst: In Sterbebegleitung geht’s auch heiter zu

16.03.2013

Friesoythe „Bei uns geht es meistens sehr fröhlich zu“, sagt Silke Jürges, „wir sind Schönwettertanten.“ „Wir lachen und spielen viel mit den Kindern“, ergänzt Karin Kellermann. Damit widerlegen sie zuerst einmal ein gängiges Klischee von düsterer, trauriger Atmosphäre, das viele im Kopf haben, wenn sie an Kinderhospizarbeit denken. Allerdings, ergänzt Josefa Schrandt: „Eine gewisse Ernsthaftigkeit ist auch immer da.“

Seit Oktober 2001 begleitet der Ambulante Hospizdienst des Malteser Hilfsdienstes in Friesoythe schwerkranke erwachsene Frauen und Männer in Friesoythe und der weiteren Umgebung. Seit August 2010 sind derzeit acht Ehrenamtliche – Gerda Spieker und Marlies Steeken koordinieren die Einsätze – zudem in der Kinderhospizarbeit tätig. Seither haben die Ehrenamtlichen zwei Kinder aus Afrika, die im Friesoyther Krankenhaus behandelt worden waren, und fünf Familien betreut. Sie verstehen sich als Familienbegleiterinnen, denn: „Wir kümmern uns um die gesamte Familie“, beschreibt Birgit Kamphaus. Häufig kämen Geschwister von unheilbar erkrankten Kindern zu kurz, berichtet Birgit Kamphaus: „Zuhause dreht sich zumeist alles um das erkrankte Kind.“

Neuer Name für Kinderhospiz gesucht

Der Ambulante Hospizdienst des Malteser Hilfswerks in Friesoythe möchte für die Kinderhospizarbeit einen neuen Namen finden. Deshalb ruft der Dienst die Kindergartenkinder im Stadtgebiet auf, Vorschläge einzureichen. Vorschläge können bis zum 30. April im Hospizbüro, St. Marienstraße 1, im MVZ am St.-Marienhospital in Friesoythe abgegeben werden. Kinder, die den passenden Namen gefunden haben, erhalten einen Preis. Im Mai werden der Name und die Gewinner bekanntgegeben.

Die Begleiterinnen, zu denen auch Waltraud Bullermann, Claudia Flerlage, Waltraud Schlangen und Petra Tholen zählen, würden die Geschwister aus den Familien nehmen und mit ihnen Zeit verbringen. Es gehe aber auch darum, Eltern zu entlasten, damit sie neue Kraft schöpfen könnten: Die Familienbegleiterinnen bleiben etwa bei dem erkrankten Kind, damit Eltern sich mal eine Auszeit nehmen können: ins Kino, essen oder einfach mal einkaufen gehen können.

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Die Begleitung könne sich teilweise über Jahre erstrecken. Wenn das Kind verstirbt, unterstütze die Frauen des Ambulanten Hospizdienstes etwa auch bei den Vorbereitungen für die Beerdigung – so zuletzt bei einem Kind, das im Januar verstorben sei. Das Kind war seit 2010 begleitet worden.

Die acht geschulten Familienbegleiterinnen kümmern sich in der „Emmausgruppe“ auch um trauernde Kinder, deren Großeltern, Eltern, Geschwister oder Schulfreunde gestorben sind. „Die Anfragen nach Trauerbegleitung bei Erwachsenen und bei Kindern steigen von Jahr zu Jahr“, berichtete Koordinatorin Gerda Spieker.

Auf der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend blickte Koordinatorin Gerda Spieker auf das vergangene Jahr in der Hospizarbeit zurück: 66 Begleitungen in häuslicher Umgebung, in Pflegeheimen oder im Krankenhaus hätten stattgefunden. 31 Ehrenamtliche zählte der Hospizdienst im vergangenen Jahr – davon ein Mann, 30 von ihnen wurden in der Sterbebegleitung eingesetzt. Auch in diesem Jahr habe es bereits neue Ehrenamtliche gegeben, darunter zwei Männer.

Im Einsatz sind die Ehrenamtlichen im gesamten Nordkreis des Landkreises, in der Kinderhospizarbeit fahren sie sogar bis nach Esterwegen.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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