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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Inklusion nicht überall verankert

08.08.2013

Altenoythe „Inklusion ist in unserer Gesellschaft noch nicht überall verankert.“ Es ist eine unmissverständliche Aussage von Michael Bode, Vorstand des Caritas-Vereins Altenoythe. Auch aus diesem Grund hat sich nun eine Gruppe aus leitenden Mitarbeitern und Beschäftigten der Werkstätten formiert, um das Thema Inklusion in die Öffentlichkeit zu rücken.

„Es muss noch viel passieren, damit wir Einschränkungen als Normalität empfinden“, sagt Bode. Beispiele gibt es genug: zu enge Umkleidekabinen, keine Toiletten für Menschen mit Behinderung, kein direkter Zugang zu Gebäuden, unterlassene Hilfe – und dies sind nur Erfahrungen, die Mitglieder der Gruppe gemacht haben. Wie man sich in solchen Situationen fühlt? Die Tränen von Karin Buschhardt sagen mehr aus, als Worte es könnten.

„Wir wissen um unser Handicap. Aber wir wollen respektiert werden, mit all unseren Stärken und Schwächen“, sagt Maria Rüter. Man könne nur voneinander und miteinander lernen. Dieser Ansicht ist auch Bode, er fordert: „Wir müssen Anlässe schaffen, die eine Begegnung und das Miteinander ermöglichen. Nur so können wir Ängste nehmen.“

Kinder zeigen meist keine Angst, berichtet Rolf Schlangen. Er sitzt im Rollstuhl und erlebe diese Unbekümmertheit jeden Sommer. „Neulich war ich mit Freunden an der Thülsfelder Talsperre, ich saß auf einer Bank. Da kamen zwei Kinder an und fragten, ob sie den Rolli benutzen dürfen. Das ist das Schönste, was es gibt“, sagt der 29-Jährige. Er wohnt seit etwa acht Monaten alleine in Altenoythe, nur morgens und abends bekommt er Hilfe. Aber er sei ein seltenes, positives Beispiel.

Oft werden Menschen mit Behinderung schon bei der Personenbeförderung eingeschränkt, erzählen die Betroffenen. Bestimmte Fahrten müssen etwa zwei Tage im Voraus angemeldet werden. „Man braucht ein großes Portemonnaie“, sagt Maria Rüter. Wer das nicht habe, müsse zu Hause bleiben.

Über diese und weitere Missstände hat sich die Gruppe der Caritas Gedanken gemacht. Die Mitglieder haben den hiesigen Politikern von CDU und SPD verschiedene Fragen zukommen lassen, demnächst erhalten sie Besuch von ihnen. „Teilweise fordert der Gesetzgeber zu viel auf einmal“, meint Bode.

Auch die Förderorganisation „Aktion Mensch“ ist über die Gruppe aus Altenoythe informiert, Bode hofft auf Unterstützung: „Denn wir wollen für die nächsten Jahre für alle etwas auf die Beine stellen.“

Lars Herrmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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