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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Jagd auf Rabenkrähen entzweit die Geister

18.11.2009

CLOPPENBURG In Niedersachsen ist im vergangenen Jahr die Rekordzahl von 100 829 Rabenkrähen geschossen worden. Das geht aus dem jüngsten Landesjagdbericht hervor. Auch im Landkreis Cloppenburg wurden viele Krähen erlegt. „Im Jagdjahr 2008/2009 wurden 6600 Krähen geschossen“, teilt der Sprecher des Landkreises, Ansgar Meyer, mit. Das entspreche in etwa den Zahlen aus den Vorjahren.

Zwischen Jägern und Naturschützern ist der Abschuss von Raben seit Jahren umstritten. Jäger betonen, dass die Rabenkrähen andere Vögel gefährden und deren Nester ausrauben. „Die Rabenkrähen sind Allesfresser. Sie gehen nicht nur an die Eier anderer Vögel, sondern auch an Jungwild“, berichtet Kreisjägermeister Herbert Pitann. Unter anderem seien Junghasen, Jungfasane und auch Rebhühner Opfer der Rabenkrähen.

Durch die Bejagung der Vögel wolle man ein ausgewogenes Gleichgewicht herstellen. „Denn die Population der Rabenkrähen ist in unserer Region auf einem sehr hohen Niveau“, so Pitann.

Er betont, dass die Bestände der Rabenkrähen durch die Bejagung bisher nicht weniger geworden seien. Das hätten Zählungen ergeben. Deshalb überlege man, die Jagdzeit für Rabenkrähen, die derzeit vom 1. August bis zum 28. Februar geht, zu verlängern.

„Die Rabenkrähen richten nicht nur Schäden beim Niederwild an, sondern auch in der Landwirtschaft“, berichtet Pitann weiter. „Sie hacken Silofolien auf und gehen auch an die Neusaaten“, erklärt der Kreisjägermeister. Daher sei es wichtig, die Population zu verkleinern.

Bei der Nabu Ortsgruppe Cloppenburg sieht man das anders. Dem Nabu seien solche Schäden in der Landwirtschaft nicht bekannt, heißt es in einer Stellungnahme. Auch aus Gründen des Schutzes seltener und leicht zu verwechselnder Arten, etwa Kolkraben und Saatkrähen, die auf der Roten Liste stehen, wäre dringend ein völliger Jagd- und Tötungsverzicht für Rabenkrähen erforderlich, heißt es weiter.

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